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Aktualisiert: vor 5 Stunden 4 Minuten

Piratenspielplatz zugemüllt

Mo, 23/04/2018 - 16:54
Glasscherben, Essensreste, Verpackungen- was nach Müllkippe klingt, ist in den warmen Monaten jedes Wochenende Programm auf dem Piratenspielplatz."Da will man seine Kinder nicht mehr spielen lassen", beschwert sich die Ambergerin Eva Ruczkin. Damit ist sie nicht die Einzige. Am Wochenende erreichten die Redaktion mehrere Hinweise. Bereits am Montagmorgen, 8 Uhr, hatten Stadtmitarbeiter den Müll beseitigt. Doch das nützt den Besuchern am Wochenende nicht mehr viel. Am Freitag und Samstag war Ruczkin mit ihrem Enkelkind dort unterwegs. "Ich habe gesehen, wie eine größere Gruppe ein Picknick gemacht hat. Danach sah es dann so aus", sagt sie und deutet auf die mitgebrachten Fotos vom "Tatort". Das Picknicken sei prinzipiell kein Problem, die Wiese so zu hinterlassen aber schon. "Das ist vollkommen rücksichtslos", schimpft die Ambergerin. Neben dem Ekelfaktor, ist der Müll für Kinder und Hunde gefährlich.Auch die Kioskbetreiberin am Piratenspielplatz, Anna Hasselbach, kennt diese Situation. "Seit letztem Jahr schaut es jedes Wochenende so aus." Samstag und Sonntag haben die Arbeiter der Müllabfuhr frei, dementsprechend bleibt der Müll bis Montag liegen. "Es sind viele Flüchtlingsfamilien dort. Ich habe mit ihnen darüber geredet, aber es scheiterte an der Verständigung."Für die Menschen, die einen völlig anderen kulturellen Hintergrund haben, ist es anscheinend unverständlich, dass sie beispielsweise nicht überall grillen dürfen. "Ich habe sie schon an den Grillplatz verwiesen. Aber da wollen sie nicht hin, da ist nicht so schönes Wasser." Dass hierzulande manche Dinge einfach verboten sind, ist laut Hasselbachs Erfahrung für die Flüchtlinge oft unverständlich. "Sie kennen das nicht. Da prallen zwei verschiedene Welten aufeinander. Wir können nur versuchen zu vermitteln." Angemerkt

Sternenbanner weht am Fuchsmühler Waldbadeweiher

Mo, 23/04/2018 - 16:50
Überm Fuchsmühler Waldbadeweiher weht ein Sternenbanner. Der Rathauschef erledigt die Amtsgeschäfte im Biergartenidyll. Und auch ein "Sittlichkeitsverein" wird aktiv. Wer sich fragt, wie das alles zusammenpasst, dem sei gesagt: In Fuchsmühl ist Theaterzeit."Weißwürste?", zeigt Stefan Sauer (Andreas Müller) auf die neumodische Speisekarte und bedauert: "Die sind leider aus. Ich könnte Ihnen aber Country-Kartoffeln mit Salsa-Peperoni-Dip oder einen Western-Salat mit Spare-Ribs anbieten. Das ist heute das Tagesmenü." Was hier klingt wie der Bestellvorgang in einem Fast-Food-Restaurant, gehört zum Auftakt des Frühjahrstheaters der Fuchsmühler Laienspielgruppe, die sich Bernd Gombolds "Cola, Cash und Kaugummi" angenommen hat.Kurz zusammengefasst: Die knackig-frechen Dialoge machten es einem leicht, im ausverkauften Jugendheim rund 180 Minuten lang entspannt und gut aufgelegt zu sein. Immer wieder ertappte man die teils weit angereisten Zuschauer - unter ihnen auch der Berchinger Theaterbund-Bezirksvorsitzende Guido Rindt -, wie sie sich Lachtränen fortwischten. Die Frühjahrs- und Herbststücke der Fuchsmühler haben sich längst vom Geheimtipp zum echten "Pflichttermin" für Theaterbegeisterte entwickelt.Dass dies so ist, verdankt man nicht nur den kecken Bühnenstücken und den Akteuren. "Schuld" ist auch die Pausenbrotzeit, die Manfred Beer zusammen mit seinem Team bereithält. Besonderes Flair verbreitet auch die einfallsreiche Saaldekoration, um die sich Marina Beer und Christina Dostler gemeinsam kümmern. Für die Musik sind die Pechlatt'nfixner Dorfmusikanten zuständig. Vor Ort erarbeitet Markus Böx die passenden G'stanzl.Zurück zu "Cola, Cash und Kaugummi", das nach einer langen Probenphase am Wochenende Premiere feierte. Den Hauptpart in dem vom Sternenbanner geschmückten Vergnügen (Schlusszitat: "Fuchsmühl und auch Wiesau first") übernehmen zwei Nachbarorte. Sticheleien gehören hier zum Alltag. Der eine Ort rühmt sich...

Olympiasieger zu Besuch

Mo, 23/04/2018 - 16:44
Die Schüler des Gymnasiums Neustadt versammeln sich diesmal nicht zum Sportunterricht in der Turnhalle. Olympiasieger Eric Frenzel besucht die Schule, um von seinen Erlebnissen und Erfolgen bei den Winterspielen in Südkorea zu berichten.Neustadt. Seit Juli 2013 ist Eric Frenzel Pate der "Schule ohne Rassismus". "Was gibt es Besseres, als einen Sportler als Pate zu haben, der in der ganzen Welt unterwegs ist", freute sich Schulleiter Anton Hochberger über den Besuch des Olympiasiegers. Knapp 500 Schüler versammelten sich in der Turnhalle und lauschten gespannt Frenzels Erzählungen. Unter ihnen auch Frenzels Sohn Philipp, der die fünfte Klasse des Gymnasiums besucht."Eine Medaille war natürlich das Ziel, aber ich hatte nichts zu verlieren. Dann direkt Gold zu gewinnen, war großartig. Ein richtig perfekter Tag", erinnert sich der Nordische Kombinierer an seinen Erfolg beim ersten Olympia-Wettkampf in Pyeongchang. Mit einer Diashow hinterlegt, erzählte Frenzel von seiner spannenden Zeit in Südkorea. "Es waren die mit Abstand schönsten Spiele", betonte der Sportler, der schon an den Spielen in Vancouver und Sotschi teilgenommen hat.Die neugierigen Schüler nutzten die Gelegenheit, einen Profisportler in ihrer Turnhalle zu haben. Sie stellten dem 29-Jährigen Fragen, die sie schon immer interessierten. "Was wollen Sie nach Ihrer sportlichen Karriere machen?", wollte ein Schüler wissen. Neben dem Sport studiert Frenzel Wirtschaftsingeurwesen. Vor allem wegen seiner Familie wolle er sich für die Zukunft absichern. "Man weiß nie, wie lange eine Sportlerkarriere dauert", gab Frenzel zu bedenken. Ob er nach seiner aktiven Zeit als Nordischer Kombinierer direkt in einem anderen Bereich arbeiten wird, oder in die Trainerlaufbahn einsteigt, wisse er noch nicht. "Das lasse ich auf mich zukommen", blickte er entspannt in die Zukunft.Zum Abschluss bekamen die Jugendlichen nicht nur Autogrammkarten. Frenzel brachte eine seiner Goldmedaillen...

"Es gibt für mich keine Verlierer"

Mo, 23/04/2018 - 16:44
Das Thema der "Homo-Ehe" war schon 2017 im Bundestag umstritten. Auch die evangelische Kirche in Bayern hat sich den Umgang damit nicht leicht gemacht. Ihren Beschluss jedoch findet Dekan Karlhermann Schötz gut und weise.Der Bundestag hat vor einem knappen Jahr ein Gesetz beschlossen, das die "Homo-Ehe" derjenigen von Heterosexuellen gleichstellt. Bei der evangelischen Kirche in Bayern einigte sich jetzt die Landessynode - als Kirchenparlament das oberste Entscheidungsgremium - darauf, dass gleichgeschlechtliche Paare öffentlich in Gottesdiensten gesegnet werden dürfen. Allerdings beinhaltet der unter den Delegierten umstrittene Kompromiss eine sogenannte "Gewissensfreiheit", die es jedem Pfarrer freistellt, die Segnung nach eigener Entscheidung durchzuführen. Dekan Karlhermann Schötz erklärt im Interview, wie er den Beschluss im Dekanat Sulzbach-Rosenberg umsetzen möchte. Herr Schötz, Sie waren Teilnehmer der Landessynode in Schwabach. Wie haben Sie diese erlebt? Karlhermann Schötz: Ich war als Dekan für den Kirchenkreis Regensburg auf der Synode, jedoch nicht Mitglied der Arbeitsgruppe, die den Vorschlag zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ausarbeitete. Obwohl es inhaltlich natürlich kontroverse Positionen gab, war die Synode insgesamt geprägt von einer ruhigen, sachlichen Diskussion. Was ist Ihre Meinung dazu, dass "Homo-Paare" zukünftig gesegnet werden dürfen? Also zunächst mal müssen die Begrifflichkeiten geklärt werden. Der Begriff "Homo-Ehe" wird nur von den Medien plakativ benutzt, während der Synode war jedoch ausschließlich von "gleichgeschlechtlichen Paaren" die Rede. Zudem muss zwischen Trauung und Segnung unterschieden werden. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren ist auch zukünftig keine Trauung vorgesehen. Damit wird die besondere Stellung der Ehe unterstrichen. Denn für die meisten Gläubigen bezieht sich das Eheverständnis nach wie vor auf eine Partnerschaft zwischen Mann...

Für lebendige Pfarrgemeinde

Mo, 23/04/2018 - 16:40
"Dient einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat." Diesem Bibelwort werden Frauen und Männer gerecht, wenn sie sich als Pfarrgemeinderäte in den Dienst der Pfarrei stellen. Für bewährte Kräfte gibt es jetzt eine Ablösung.Nach der Pfarrgemeinderatswahl im Februar standen nun vier ausgeschiedene und acht neugewählte Mitglieder sowie ein berufenes Mitglied im Mittelpunkt des Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Martin. "Ich möchte Ihnen heute persönlich und im Namen der Pfarrgemeinde danken für ihr besonderes Engagement in unserer schönen Pfarrei Niedermurach." Damit brachte Pfarrer Herbert Rösl seine Wertschätzung gegenüber den ehemaligen Mitgliedern für ihre lange, gute und stets konstruktive Zusammenarbeit im Rat zum Ausdruck, welche er als prägend für die Pfarrfamilie sehe. Anton Prey gehörte dem Gremium 4 Jahre an, Eva-Maria Rohrbach 8 Jahre, Josef Kiener 12 Jahre und Martin Prey 24 Jahre, davon 12 Jahre als PGR-Sprecher. PGR-Sprecherin Irmgard Glaser dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren jahrelangen wertvollen Dienst für die Pfarrgemeinde. "Jeder denkt anders, glaubt anders, lebt anders; gerade diese Vielfalt dient dem Wohl der Pfarrgemeinde", davon zeigte sie sich überzeugt und verwies auf den stets freundlichen und lockeren Umgang im Gremium. Mit der Übergabe einer persönlichen Dankurkunde von der Diözese, einem Erinnerungsgeschenk und guten Wünschen verabschiedete Pfarrer Herbert Rösl die ehemaligen Mitglieder. "Kultur des Anpackens" In einer kleinen Laudatio würdigte Sprecherin Irmgard Glaser die Leistungen von Martin Prey während seiner 24-jährigen Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat (PGR). "Mit deinem Gottvertrauen, deinem Humor, deinem Wissen und Weitblick hast du viel Gutes in unser Pfarrleben gebracht." Sie stellte klar heraus, dass er immer mit ganzem Herzen und viel Freude dabei war. Es sei ihm nicht egal gewesen, was im religiösen Leben der Pfarrei passiert. "Mit dir war es leicht,...

Mit 247 Sachen auf der Vilstalstraße

Mo, 23/04/2018 - 16:33
Dieser Geschwindigkeitsrausch wird ihn einiges kosten: Mit satten 247 Sachen hat die Amberger Verkehrspolizei am Samstag einen Autofahrer auf der Staatsstraße 2165 bei Ensdorf geblitzt. Tempo 100 wäre hier maximal erlaubt gewesen: Damit war dieser Autofahrer Negativ-Rekordhalter bei dieser Geschwindigkeitsmessung. Die Verkehrspolizei (VPI)  Amberg hatte dabei am Samstag und Sonntag außerhalb von Ensdorf gleichzeitig beide Fahrtrichtungen im Blick.  137 Fahrer zu schnell Insgesamt 137 Verkehrsteilnehmer waren zu schnell unterwegs. 41 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und 96 Verwarnungen waren die Folge. Sechs Raser müssen mit einem Fahrverbot rechnen. "Bei erlaubten 100 km/h wurden zum Teil erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt", bilanzierte die VPI am Montag. Besonders unangenehm aufgefallen sind den Beamten am Samstag ein Pkw-Fahrer mit 159 km/h, ein Motorradfahrer mit 180 km/h und der Temposünder mit 247 km/h. Doppeltes Bußgeld "Entsprechende Ermittlungen, auch gegen den Motorradfahrer, laufen derzeit", teilt die Polizei mit: "Da bei so erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen von Vorsatztaten ausgegangen wird, müssen die Fahrer mit einer Verdoppelung der Geldbuße und einem Fahrverbot rechnen. Im Fall des Spitzenreiters vom Sonntag wären dies 1200 Euro Geldbuße und drei Monate Fahrverbot."

50 Jahre gespieltes Leben

Mo, 23/04/2018 - 16:26
Die Begeisterung für das Theaterspielen ist keine Frage des Alters. Auch bei den jüngeren Jahrgängen hat es nicht an Attraktivität verloren. Das zeigt das Publikum beim Generationentreffen im Pfarrheim.Anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Laienspielschar" hatte man alle ins Pfarrheim eingeladen, die in den vergangenen Jahrzehnten vor oder hinter der Bühne engagiert waren und - jeder auf seine Art und Weise - zum Gelingen der Aufführungen und zur Erfolgsgeschichte des Vereins beigetragen hatten. Vorsitzender Bertwin Fleck begrüßte unter den Gästen quer durch alle Altersstufen auch Bürgermeister und aktives Mitglied Karlheinz Budnik, Stadtpfarrer Hubert Bartel, Pfarrer Thomas Senft und Ehrenmitglied Hans Kistenpfennig.Fleck bezeichnete Kistenpfennig als Urgestein. Für ihn persönlich sei er in jungen Jahren ein großes Vorbild gewesen. Pfarrgemeinderat Adam Hoch habe damals das Theaterspielen initiiert. 1968 startete die Truppe mit dem "Wunderdoktor". Im Rückblick stellte Fleck fest, dass die 50 Jahre schnell vergangen seien.Er erinnerte an viele Aktive der Anfangszeit und langjährige Mitglieder. So nannte er Hannes Rupprecht und Souffleuse Karin Malzer oder Hans Birkner. Als Experte des Bühnendienstes hab er sich allerhand Raffinessen ausgedacht, um technische Probleme zu lösen. Sein Spitznamen "Rambinio" sei aus der Aufforderung entstanden, die Bühne abzuräumen: "Ram Bühne oo".Fleck betonte, dass der Erfolg stets nicht nur den Spielern zuzuschreiben war. Auch die Leute hinter den Kulissen hätten einen guten Teil dazu beigetragen. So sei beispielsweise Gerlinde Schedl für die Kostüme zuständig, Hermann und Erich Sperber für den Bühnendienst.Der Vorsitzende der Laienspielschar verglich die funktionierende Truppe mit einer Uhr: das Pendel gibt die Richtung an, aber die Räder müssen sich verzahnen. "Nur wenn viele engagierte Mitglieder ihren Beitrag leisten, kann das Projekt erfolgreich sein." In 50 Jahren habe man 38...

Baumer zeigt Bauch zur Begrüßung

Mo, 23/04/2018 - 16:26
Neuhaus. Wenn sich rund 170 Zuschauer in unkontrollierbare Lachsäcke verwandeln, dann spricht das für einen mehr als witzigen Abend. Verantwortlich für das Vergnügen ist eine Newcomerin, der es an Humor und flapsigen Sprüchen nicht fehlt.Mit der jungen Schauspielerin Christina Baumer setzte der Rotary-Club Weiden Max Reger seine Erfolgsreihe Theater und Zoigl fort. Bereits zum siebten Mal hat der Serviceclub zur Veranstaltung in den Schafferhof geladen und seinen Freunden und Gästen Unterhaltung, Zoiglbier und Brotzeiten vorgesetzt.In der vollen Tenne präsentierte sich Baumer als komödiantisches Multitalent. Neben einem Biber, Banker und blöden Hirn spielte sie vor allem Chris und Tina, ein ungleiches Zwillingspaar. Die in München lebende Schauspielerin Chris ist Veganerin, macht Couchsurfing und meditiert. Mit diesen neumodischen Erscheinungen hat Tina nichts am Hut. Die Lebensdevise der hantigen Kellnerin lautet: "Sauf sechs Halbe, dann findest du dich wieder - zumindest über der Kloschüssel."Mit dem Kabarett "Zum Fressen gern!" nimmt Christina Baumer den alltäglichen Wahnsinn aufs Korn und spielt auf witzige Weise mit Vorurteilen und Klischees. Dabei bleibt auch die Politik nicht verschont. So sieht sich Chris als perfekte bayerische Forstministerin, denn schließlich habe sie ordentlich Holz vor der Hütte.Auch die spontanen Kommentare der Schauspielerin sorgten für langanhaltende Lacher. "Ja klar, mach halt ein Foto!", meinte Tina, als sie das Tattoo "guests welcome" auf ihrem Bauch präsentierte. Der Erlös des Abends kommt der Albert-Schweitzer-Schule zu Gute. Dort unterstützt der RC Weiden Max Reger die Erlebnispädagogik sowie die Lese- und Übertrittsförderung.

Mit Mode und Martinshorn

Mo, 23/04/2018 - 16:20
Zufrieden ist der FC-Förderverein mit seiner Gewerbeschau. Gerade aktuelle Mode und eifrige Brandschützer locken am Sonntag viele Besucher an.Nur zögerlich wollte am Sonntagvormittag die 7. Tirschenreuther Gewerbeschau beginnen. Dies sollte sich am Nachmittag ändern, als die Besucher ins Kettelerhaus drängten, um einen Blick auf die sieben Models zu erhaschen. Gezeigt wurde die Frühjahrs- und Freizeitkollektion italienischer und französischer Hersteller. Das herrliche Wetter mit Temperaturen bis zu 28 Grad sorgte dafür, dass mediterranes Flair aufkam und dies im April. Der FC-Förderverein als Ausrichter des Messe zeigte sich mit dem Besuch zufrieden. Tanz und Information Gut 40 Aussteller präsentierten sich im Kettelerhaus und im Außenbereich. Auf den Freiflächen mit dabei waren die Polizeiinspektion Tirschenreuth, mit ihren Kollegen aus dem tschechischen Tachov, sie präsentierten ihre Fahrzeuge und informierten über aktuelle Themen wie Nutzung von Handys im Fahrzeug, Drogen und Alkohol. Mit dabei waren auch die Bundeswehr, sowie die Autohäuser der Stadt. Im Saal und im Foyer nutzten die Aussteller jede noch so freie Fläche für ihre Zwecke.Es gab viele Informationen aus erster Hand. Tanzgruppen der Tursiana und der TG Tirschenreuth bereicherten mit ihren Auftritten das umfassende Programm. Absoluter Publikumsrenner war am Nachmittag die Modenschau der Boutique "Jeans Penita". Neun Models zeigten die neuesten Kreationen aus der Modebranche. Die Models erhielten für ihre Vorführungen viel Beifall der Zuschauer. Moderiert wurde der Nachmittag von Kathrin Schramm und Kerstin Burkhard. Derweil ging es im Außenbereich auf dem Gelände von Auto Brucker hoch her. Mit Martinshorn und Blaulicht kam eine neun Mann starke Truppe der Feuerwehr Tirschenreuth. Angenommen war ein Verkehrsunfall mit einer überfahrenen Person sowie mit zwei Verletzten im unfallgeschädigten Auto. Hauptlöschmeister Frank Altenhofen moderierte die...

Rotzfrech und in Zivil

Mo, 23/04/2018 - 16:20
Kein fehlender Zahn, kein rußverschmiertes Gesicht und kein zerbeulter Feuerwehrhelm. Auf der Bühne des Seidel-Saals ist Norbert Neugirg nicht der Chef der Altneihauser Feierwehrkapell'n. Seine Texte aber sind wie gewohnt hintersinnig bis hinterfotzig. Dass er auch anders kann, zeigt sich erst zum Schluss."So schau ich gewaschen aus", stellt er sich dem Publikum vor, das den Kabarettisten, Schauspieler, Musiker und Autor Norbert Neugirg (58) vor allem von der "Fastnacht aus Franken" kennt. Der Oberpfälzer, der in der BR-Fernsehsendung immer scharf gegen die Franken schießt, hat sich Musiker von dort mitgebracht, das Trio Hullerngroove.Sigrid Lukas (Akkordeon, Fagott und Gesang), Rainer Brunn (Gitarre und Gesang) und Norbert Gubo (Kontrabass und Gesang) umrahmen seit einigen Jahren Neugirgs satirische Lesungen mit Weltmusik, die internationale Rhythmen mit fränkischen Klängen vereint. Die drei nehmen es nicht krumm, dass Neugirg warnt: "Ihre Musik ist nicht die beste und wäre den Besuch nicht wert", das Publikum allerdings muckt auf, als der Seidel-Saal als "Sterbebilder-Druckruine mit sperrmüllreifer Druckmaschine" beschrieben wird. Aber genau diese rotzfrechen Texte sind es, die den Neugirg ausmachen, die auch in seinen bisher vier veröffentlichen Büchern enthalten sind - neben skurrilen Geschichten und Erinnerungen an seine Jugendjahre.Er feuert mit Versen und Sprüchen auf alles, was ihm über den Weg läuft, hat sich auch über Lokales kundig gemacht. So über die Stadtrat-Sitzungen in Sulzbach, in denen es immer "viel zu lachen gibt", den Bürgermeister, "dessen Gesichtsausdruck verkündet, dass er sich in der SPD befindet" und das "Beilagen-Transportblatt" Sulzbach-Rosenberger Zeitung. Auch sich selber verschont er nicht. Ohne Brigitte Macron zu nennen, spielt auf seine umstrittenen TV-Verse über die französische Präsidentengattin an: "Ich sollte eigentlich auf großer Frankreich-Tournee sein, die wurde aber aus mir unersichtlichen...

Zurück in die Vergangenheit

Mo, 23/04/2018 - 16:20
Am Sonntag machte das Ensemble aus der "reichsten Fürstenstadt" Leipzig (Michael Schwaiger 1564) Station in der "festesten", nämlich Amberg. Man hat erprobte Repertoire-Stücke im Notenkoffer, darunter sattsam bekannte "Kassenschlager" von Pachelbel und Bach, dazu Musik aus Italien von Vivaldi und Marcello.Seit 1987 ist Christian Funke (69) Leiter des 1962 gegründeten Ensembles. Durchaus mit Stolz beschwört man die Inspiration schon allein durch den Ort Leipzig und die weltweite Konzerttätigkeit mit namhaften Solisten. Ein hoher selbst gesetzter Anspruch!Los geht es mit dem genialen Canon von Johann Pachelbel, leider ohne die zugehörige Gigue. Gleich wird klar: Wir erleben eine Stilart barocken Musizierens, wie sie in den 70er-Jahren Praxis war: Flächig, satt und melodiös-singend. Heute gilt sie als romantisierend, und das zum Nachteil der musikalischen Botschaft. Hingegen spielen differenziertes Sprechen, Artikulieren, eine ausgefeilte Rhetorik, das Herausarbeiten harmonischer und klanglicher Farben, ergreifende oder erschütternde Affekte eine untergeordnete Rolle. Schwerlastiger Bach Bedächtig, nicht schleppend schreiten die Bässe voran, die erste Violine beginnt den Kanon, auf ihrer Wanderung durch die Stimmen verlieren die Motive leider an transparenter Klarheit, die Cembalistin ist zwar gut sicht-, aber wenig hörbar.Alle drei Violinkonzerte Bachs stehen auf dem Programm: Das E-Dur BWV 1042 spielt Maestro Christian Funke, mit handfestem Strich intoniert er das steigende Dreiklangsmotiv, vierschrötig-kratzig viele der Doppelgriffe. Er liebt Legatolinie und Vibrato im langsamen Satz (als wär's ein Stück von Grieg), energisch boxt er sich durch die 32stel-Noten im Schluss-Rondo.Beim beherzt abgespulten Doppelkonzert d-Moll BWV 1043, (auch bei Vivaldis a-Moll-Konzert RV 522) tritt der geschliffener und zentrierter spielende Julius Bekesch zu Funke. Die Bassgruppe begleitet routiniert, die...

Der Meister "rockt" das Klavier

Mo, 23/04/2018 - 16:14
Nürnberg. Da steht er nun also immer noch auf der Bühne und macht sein Ding. Und erfindet sich dabei ständig neu. In der Nürnberger Frankenhalle sorgt Bob Dylan mit seiner Band am Sonntag für einen ganz großen Abend. Totgeschriebene leben länger. Das weiß auch dieser Robert Allen Zimmerman mit seinen fast 77 Jahren. Aber es kümmert ihn wohl nicht, was andere über ihn sagen und denken. Die zahlreichen Abgesänge, die die Experten vor etwa zehn Jahren wegen der nachlassenden stimmlichen Qualität über ihn verfasst haben, haben sich zumeist in Schall und Rauch aufgelöst.Zu recht, wie der singende Literaturnobelpreisträger am Sonntagabend 100 Minuten lang beweist. In Nürnberg, wo Dylan in der Vergangenheit nicht immer überragende Konzerte abgeliefert hat, präsentiert er sich von seiner besten musikalischen Seite und über weite Strecken als wahrer "Rocker". Komplett neues Gewand Ein kleiner Mann, ganz schwarz gekleidet, auf den Hut hat er dieses Mal verzichtet. Die Bühne ist auf das Wesentliche reduziert und in diffuses, schummriges Licht getaucht. Er verzichtet aufs Rampenlicht nicht nur im sprichwörtlichen Sinne, Fotografieren ist strengstens verboten und an große Konzert-Leinwände ist gar nicht erst zu denken. Und ja, natürlich wäre es schön, wenn Dylan einfach mal "Hello", "Bye" oder "Thank you" zum Publikum sagen würde. Oder seine geniale Band vorstellen würde, mit der er seit vielen Jahren unterwegs ist. Aber vielleicht ist das ja auch alles seine Art und Weise zu zeigen, dass man ihn und das, was er auf der Bühne macht, nicht zu wichtig nehmen sollte - soweit der kurze Ausflug in die "Dylanologie".Seit 1988 ist Dylan unterwegs auf seiner "Never Ending Tour", die ihn regelmäßig auch nach Bayern führt. "Things have changed" heißt es zum Auftakt des Abends, darin steckt auch eine gewisse Programmatik. Die Setlist ist im Vergleich zu früheren Jahren kleinen Änderungen unterworfen, noch auffälliger sind...

Chor lässt Ruf Gottes erklingen

Mo, 23/04/2018 - 16:12
Mit feierlichen Klängen wurde in der Kirche St. Georg das Jubiläum des Posaunenchores gefeiert. Mit dabei waren auch die Chöre aus Floß, Tirschenreuth und Mutterstadt.Plößberg. Ein Festgottesdienst in der Kirche St. Georg bildete den zweiten Teil der Feier zum 60-jährigen Bestehen des Posaunenchores. Dabei wurden auch langjährige Mitglieder ausgezeichnet.Bei dem Gottesdienst am Sonntag mit dabei waren die Posaunenchöre aus Floß, Tirschenreuth und Mutterstadt. Die Begrüßung erfolgte durch Pfarrer Michael Kelinske. In seiner Predigt ging der Geistliche auf das Wirken des Posaunenchores Plößberg ein. Kelinske betonte die verschiedenen Einsätze des Chores und die Einbindung in die Heimat. Viele Jahrzehnte hätte Heiner Hopf den Chor geleitet, seit zehn Jahren ist Michael Raab in dieser Funktion tätig. Weiter führte Pfarrer Kelinske aus, dass der Chor den Ruf Gottes erklingen lasse.Nach einem Musikstück des Posaunenchores (Friends for life) folgten Ehrungen durch den Obmann des Bezirksposaunenchores, Richard Riedel. Geehrt wurden Gründungsmitglied Dieter Horn sowie Gerda Höning (40 Jahre), Renate Fehr, Michael Horn, Jürgen Schlosser, Angelika Kiener, Tanja Weiser und Roland Schlosser (jeweils 35 Jahre). Michael Raab wurde für seine zehnjährige Tätigkeit als Posaunenchorleiter ausgezeichnet, die er mit großem Einsatz und viel Geschick ausübt. Zum Ausklang wurde mit Begleitung durch den Posaunenchor von allen drei Strophen des Liedes "Nun danket alle Gott" gesungen.

Hilfe für krebskranke Kinder

Mo, 23/04/2018 - 16:12
Rund 1800 Kinder erkranken in Deutschland jährlich in ihren ersten 15 Lebensjahren an Krebs. Ihre Überlebenschancen haben sich in den letzten 30 Jahren verbessert. Auch wenn betroffene Eltern heute mit viel Hoffnung in die Zukunft sehen können, bleibt die Erkrankung ihres Kindes eine extreme Belastung für die ganze Familie."Kinder helfen Kindern!" Dieses Motto nahmen sich die drei Kommunionkinder Antonia, Magdalena und Vanessa aus Mähring zu Herzen. Mit einer Spende von 150 Euro wollten sie krebskranke Kinder und ihre Familien unterstützen. Kinder, denen es gesundheitlich nicht so gut geht, wie ihnen. Herbert Putzer, Vorsitzender des Vereins Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord, war deshalb gerne in die Marktgemeinde gekommen, um diese Spende in Empfang zu nehmen. Er bedankte sich für das Engagement der Mädchen.Kinderkrebshilfe"Dein Kind hat Krebs!" Wenn eine Familie plötzlich diese schockierende Diagnose erhält, verändert sich ihr Leben schlagartig. Denn es bedeutet immer den Anfang einer langen, beschwerlichen Zeit der Krankheit. Um diese Zeit für die Betroffenen erträglicher zu machen, hat es sich die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz Nord e.V. zur Aufgabe gemacht, diese Familien finanziell sowie durch persönliche Beratung und Betreuung zu unterstützen. Seit der Gründung des Vereins haben bereits 151 Familien Hilfe erhalten. Zurzeit werden 87 Familien betreut. Um den Betroffenen schnell und unbürokratisch helfen zu können ist der Verein auf Spenden angewiesen - Geldspenden, die zu 100 Prozent bei den betroffenen Familien ankommen. Weitere Informationen unter www.www.kinderkrebshilfe-oberpfalz-nord.de.

Visionen für Sternwarte

Mo, 23/04/2018 - 16:06
Jeden Freitag haben Besucher die Möglichkeit, in der Tirschenreuther Sternwarte den Kosmos zu erforschen. Nun stellt sich die Frage, wie es mit der Einrichtung weitergehen soll.Träger der nach einem begeisterten Hobby-Astronom benannten Gerhard-Franz-.Sternwarte ist der Landkreis, der sie 1974 im Paket mit der Volkshochschule übernommen hat. Landrat Wolfgang Lippert setzte die Zukunft der Sternwarte nun auf die Tagesordnung einer Kreisausschusssitzung. Der Grund: Die Astro AG, welche sich um den Betrieb der Sternwarte kümmert, sieht dringend Investitionsbedarf in der Einrichtung."Die Toiletten müssten barrierefrei ausgebaut werden, ein Anbau an den kleinen Vortragsraum wäre nötig, um dort eine ganze Schulklasse unterbringen zu können, und auch an der Kuppel sind Arbeiten nötig", erläutert Peter Postler. Er hat 1984 - gerade mal 18 Jahre alt - die Leitung der Sternwarte übernommen und steckt seitdem viel Herzblut hinein.Landrat Lippert hatte ihn zusammen mit der Volkshochschulleiterin Angelika Schraml zur Sitzung eingeladen, damit sich die Kreisräte aus erste Hand über den Zustand der Einrichtung informierten konnten. Nach einem Ortstermin in der Sternwarte gab Postler den Kommunalpolitikern im Volkshochschulgebäude einen Überblick über den Sanierungs- und Erweiterungsbedarf.Schraml machte keinen Hehl daraus, dass die Sternwarte ein Zuschussgeschäft ist. Im vergangenen Jahr standen Einnahmen von 190 Euro Ausgaben von fast 5300 Euro gegenüber. Geld, das nach Ansicht von Landrat Lippert gut angelegt ist: "Wir sind eine Bildungsregion. Und da gehört eine Sternwarte unbedingt dazu. Dies ist eine Besonderheit, die wir hegen und pflegen sollten." Peter Postler präsentierte den Kreisräten mehrere Varianten, wie es mit der Tirschenreuther Sternwarte weitergehen könnte. Die reichten von einfachen Erhaltungs- und Ergänzungsmaßnahmen über eine Roll-off-Sternwarte mit abschiebbarem Dach bis hin zu einer Standortverlegung und...

Als Elvis nach Hirschau kam

Mo, 23/04/2018 - 16:02
Das Wirtshaus Goldenes Lamm in Hirschau hatte am 5. Februar 1960 zur Abendzeit prominenten Besuch. Dort kehrte der amerikanische Superstar Elvis Presley ein. Jetzt, 58 Jahre später, bekam das Lokal eine weitere groß angelegte Visite. Denn Dutzende von Mitgliedern der Deutschen Elvis-Presley-Gesellschaft (EPG) drängten ins Lokal.Die Geschichte ist bekannt: Elvis am 5. Februar 1960 in Hirschau. Erst interviewt vom Lokalreporter Sepp Müller an Marktplatz, dann bei eiskalten Temperaturen und Schneefall eine Art Rückzug ins Goldene Lamm. Die Anwesenheit des damals bekanntesten Menschen der Welt hatte sich rasch herumgesprochen. Seine Fans strömten in Scharen herbei.Ein Ereignis, von dem manche noch heute sprechen. Weil sie Autogramme auf Bierdeckeln bekamen und auf einen 23-Jährigen trafen, der sie zwar sprachlich nicht verstand, aber zutiefst erfreut war über den Zustrom seiner Anhänger. Ein junger Mann in Uniform, der mit Militärkameraden auf einen Panzerkonvoi wartete. Seine Singles drehten sich bis in die entferntesten Winkel der Welt auf den Plattentellern. Fast sechs Jahrzehnte nach dem unverhofften Auftritt des Massen-Idols gab es jetzt abermals eine Visite so wie 1960. Herein strömten Mitglieder der Deutschen EPG, die im Zuge ihrer Jahrestagung in Amberg einen Busausflug nach Hirschau machten.Alles schien fast wie damals. Das Wirtshaus am westlichen Rand des Marktplatzes war plötzlich überfüllt. Etliche mussten sich gedulden, bis sie endlich im Gastraum standen. Dort hängen zwei von Lokalreporter Sepp Müller aufgenommene Fotos, die an Presleys Besuch erinnern. Am Haus selbst aber ist bis heute keine Tafel angebracht. Dabei war der King of Rock 'n' Roll wohl der bekannteste Gast, den Hirschau je beherbergte.

Panzer macht Autobahnzubringer zum Nadelöhr

Mo, 23/04/2018 - 16:02
Zu großflächigen Verkehrsbehinderungen führten am Montag die US-Militärkonvois, die im Zug der Übung "Combined Resolve" auf der B 85 in Richtung Süden unterwegs waren. Zu allem Überfluss blieb gegen 9 Uhr auch ein Abrams M1 in Höhe des Sportheims des SV Loderhof auf dem Autobahnzubringer liegen. Der Panzer hatte ein Kettenproblem und war zunächst schlecht abgesichert, so dass die Straßenmeisterei eigene Schilder aufstellte. Nach rund zwei Stunden transportierte ihn ein Tieflader ab. PI-Sprecher Peter Krämer geht davon aus dass die Masse der Militärfahrzeuge schon durch ist und an diesem Dienstag nur noch die Nachhut anrollt. Bild: gf

Bauern und Tierschützer fordern Entscheidung

Mo, 23/04/2018 - 16:00
Wenn sich diese Woche die Landwirtschaftsminister in Münster treffen, erwarten Tierhalter und Tierschützer eine Entscheidung zum Thema Ferkelkastration. Die Zeit drängt.Münster. In der Debatte um den Umgang mit der Ferkelkastration fordern Bauern und Tierschützer eine rasche Entscheidung. Vom kommenden Jahr an dürfen männliche Ferkel nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden. Über das Thema wird ab Mittwoch auch beim Treffen der Agrarminister von Bund und Ländern in Münster beraten.Ferkel werden kastriert, um den von vielen Verbrauchern als störend empfundenen Ebergeruch beim Erhitzen des Fleisches auszuschließen. Bisher war es üblich, dass Landwirte die Tiere kurz nach ihrer Geburt ohne Betäubung kastrierten. Diese seit Jahren nur geduldete Praxis wird mit Beginn des nächsten Jahres nicht mehr erlaubt sein. Diskussion um Betäubung Diskutiert werden nun unterschiedliche Wege, um den Interessen von Tierschutz und Verbrauchern gerecht zu werden. Der Deutsche Tierschutzbund fordert in diesem Zusammenhang ein Verbot der Lokalanästhesie bei Kastrationen, weil die Tiere dabei eventuell weiter Schmerzen erleiden müssten. Verbandssprecherin Lea Schmitz sagte: "Aus Tierschutzsicht ist dieses Verfahren abzulehnen." Landwirtschaftsorganisationen, Tiermedizin und Fleischindustrie fordern dagegen die Anerkennung der Lokalanästhesie bei der Ferkelkastration, wie aus einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Positionspapier hervorgeht. Erwartet wird, dass sich auch das nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium für diese Methode stark machen wird. Eine Alternative könnte auch die Jungebermast sein - dabei wird auf eine Kastration ganz verzichtet. Allerdings gilt das Halten von nicht kastrierten männlichen Masttieren als nicht ganz einfach, weil sie aggressiver sind als kastrierte Tiere. Auf Geruch untersuchen Außerdem muss das Fleisch dann in den Schlachthöfen gezielt...

Weiden eine Tanz-Hochburg

Mo, 23/04/2018 - 16:00
Quietschgrün ist die Farbe der Sieger. Die Mädels von "DK' Bubblegums" aus Weiden gewinnen beim Tanzwettbewerb nicht nur die Herzen der Zuschauer, sondern auch die neue "Mini"-Kategorie.Die süßen Mädels sind vielleicht schon die Stars von morgen. Die "Kaugummi-Fraktion" gewann am Sonntag in der neuen Kategorie "Minis Group" die Siegertrophäe. Bei den Großen sicherten sich die Vorjahressieger "Redbans" aus Bayreuth den Titel. "Otis" aus Weiden bestätigte seinen Sieg von 2017 in der Königsdisziplin "Adults Solos".Kreisende Hüften, stampfende Füße, beschwörende oder hasserfüllte Blicke, Riesensprünge: Ja, genauso musste man tanzen können, wenn man beim "Dance your Style"-Contest" in der vollbesetzten Max-Reger-Halle die Jury überzeugen wollte. "Unglaublich, was sich aus der früheren Veranstaltung im Jugendzentrum entwickelt hat", sagte Stadtjugendpfleger Ewald Zenger. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bezeichnete bei der Preisverleihung Weiden als "Tanz-Hochburg". 370 Tänzer aus ganz Bayern absolvierten über 80 Auftritte. Wie Chef-Organisator Florian Graf unterstrich, gebe es in der Oberpfalz keinen vergleichbaren Tanzwettbewerb.Christopher Oellerich und Stella Akua moderierten den Tanzwettbewerb und saßen mit Carola Lemberger, Alexander Vezard, Silvia Neuhaus und Isgrit Rosa in der Jury. Am Vormittag mussten die Tänzer in Workshops zeigen, was sie drauf haben. Das floss in die Bewertung mit ein. Am Nachmittag präsentierten sie ihre einstudierten Moves .Die SiegerKategorie Minis Group: "DK' Bubblegums" (Weiden); Kids Group: "Anima Power Kids" (Schwandorf); Solo : Felicia Rogers (Weiden); Juniors Duos: Tanzschule Expressia mit Elisabeth & Liliana (Regensburg); Juniors Group: "Tied Up's" (Bayreuth); Adults Solo: "Otis" (Weiden); Duo Adults: Terry & Farina (Bayreuth); Adults Group: "Redbans" (Bayreuth) .(uz)

Auftritt bei Gedenkveranstaltung

Mo, 23/04/2018 - 15:58
Toronto/Solingen. Der geplante Auftritt des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu bei der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag des Brandanschlags von Solingen fällt nicht unter das Wahlkampfverbot für ausländische Regierungsvertreter in Deutschland. Das stellte Bundesaußenminister Heiko Maas am Montag am Rande des G7-Treffens in Toronto klar. "Das ist für uns keine Wahlkampfveranstaltung, denn sie hat einen ganz anderen Hintergrund", sagte Maas.Die Stadt Solingen hatte am Montag die Rede Cavusoglus bei der Gedenkfeier am 29. Mai angekündigt. An diesem Datum starben im Jahr 1993 fünf Frauen und Mädchen der Familie Genc bei dem Anschlag in Solingen, vier Männer wurden wegen Mordes verurteilt. Im Juni 2017 hatte das Auswärtige Amt ein Auftrittsverbot für ausländische Amtsträger drei Monate vor einer Wahl oder Abstimmung in ihrem Land erlassen. Hintergrund war ein Streit über geplante Wahlkampfauftritte vor dem türkischen Verfassungsreferendum im April 2017. Die Parlaments- und Präsidentenwahlen in der Türkei sollen am 24. Juni stattfinden.

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