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Aktualisiert: vor 6 Stunden 24 Minuten

Kirchen gefordert, neue Wege zu gehen

Mi, 01/11/2017 - 14:22
Sein großes Thema war die Freiheit des Menschen. Martin Luther wollte die Kirche von Missständen befreien und sich zurückbesinnen auf Jesus Christus und die Heilige Schrift. Er predigte den Menschen die Freiheit, die sie vor Gott haben, so die Botschaft beim Gottesdienst zum Reformationsfest in der evangelischen Kirche St. Peter und Paul.Neben den Mitgliedern der Kirchengemeinde kamen auch katholische Christen und Vertreter der politischen Gemeinde in die Kirche. Neben der Orgel waren auch der Posaunenchor und der Kirchenchor mit Kirchenliedern zu hören.In ihrer Predigt beleuchtete Pfarrerin Anja Matthalm den Unterschied zwischen den Zeiten vor 500 Jahren und jetzt. Das zentrale Instrument der Verkündigung, die Bibel, war damals nicht selbstverständlich für alle immer verfügbar. "Mir kommt es vor, als wäre die Bibel wie eine Schatztruhe im Keller, deren Schlüssel ich verloren habe. Ich weiß um ihre Existenz. Ich sehe sie regelmäßig stehen. Doch da mir der Zugang fehlt, verliere ich nach und nach das Interesse", umriss Matthalm das Denken vieler Menschen. Die Kirchen, ob evangelisch oder katholisch, seien gefordert, neue Wege zu gehen, um den Glauben nach außen zu tragen und standhaft zu vertreten.Die Pfarrerin forderte die Gottesdienstbesucher auf, ihre Thesen zur Situation der Kirche auf ein großes Plakat zu schreiben, das nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus bereitstand. Auch Ideen, die in die Zukunft gerichtet sind, hatten dort ihren Platz. Diese Thesen sollen dann in der Kirchengemeinde als Grundlage dienen, um Jesus Christus und die erlösende Kraft Gottes wieder neu zu verkündigen.Eine Ausstellung in der Kirche versammelte sowohl historische Familienbibeln als auch künstlerisch gestaltete Exemplare. Die Leihgaben stammten allesamt aus Haushalten der Kirchengemeinde.Mir kommt es vor, als wäre die Bibel wie eine Schatztruhe im Keller, deren Schlüssel ich verloren habe.Pfarrerin Anja...

Kinder auf Müll-Sammeltour

Mi, 01/11/2017 - 14:22
Der Agenda-Arbeitskreis Leben führte im Gemeindegebiet Edelsfeld wieder eine Müllsammelaktion durch. Trotz widriger Wetterverhältnisse beteiligten sich doch einige Kinder daran. Gesäubert wurde in diesem Jahr vor allem der Ortsbereich Edelsfeld. Neben dem beinahe schon üblichen Hausmüll wurden unter anderem ein Vogelnistkasten, Ölkanister und Folienreste entsorgt und mit einem Traktor, den Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl zur Verfügung stellte, zur Sammelstelle am Edelsfelder Wertstoffhof transportiert. Nach getaner Arbeit konnten sich die Teilnehmer mit einer kleinen Brotzeit stärken. Um auch weiterhin das Umweltbewusstsein zu schärfen, soll es auch im nächsten Jahr wieder eine solche Aktion geben. Links im Bild Arbeitskreissprecher Rainer Luber, rechts Bürgermeister Strehl und Gemeinderat Horst Kölbel. Bild: lb

Bundesrepublik bedankt sich

Mi, 01/11/2017 - 14:12
Für ihr Engagement um schwerkranke und traumatisierte Kinder und Jugendliche erhielt Andreas Winkler-Wilfurth jetzt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Das ist die höchste Anerkennung die in Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl verliehen wird.Amberg. (gfr) Nie sei es Pflichterfüllung gewesen, so Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Ordensverleihung im kleinen Rathaussaal. Für Andrea Winkler-Wilfurth sei ihr Eintreten für die Schwächsten der Gesellschaft von Anfang an eine Herzensangelegenheit gewesen. Zur Förderung der Kinder- und Jugendhilfe habe sie 2001 die "Dr.-Andrea-Winkler-Wilfurth-Stiftung" gegründet und seither seien mehr als 100 000 Euro ausgeschüttet worden.Als erstes Projekt sei am Klinikum St. Marien eine Betreuungsstelle für kleine Patienten und deren Angehörige eingerichtet worden, dann sei mit dem Verkauf von Künstlerpostkarten eine Soforthilfe für Kinder unterstützt worden, die durch Naturkatastrophen in Indonesien und Pakistan verletzt worden seien. Seit fast einem Jahrzehnt werde aus der Stiftung die Selbsthilfegruppe krebskranker Kinder bezuschusst. Ein Donikkl-Konzert, Vorlesenachmittage oder die Gespenstersuche auf Schloss Neidstein seien für die betroffenen Kinder, aber auch für deren Geschwister zu einer herrlichen Abwechslung im sonst eingeschränkten Alltag geworden.Besonders wertvoll für Eltern und schwer erkrankte Kinder seien die von Andrea Winkler-Wilfurth initiierte und voll finanzierte psychologische Gesprächsbegleitung sowie Trauma- und Entspannungstherapien, auch Spezialtherapien wie Delfin-, Hippo- oder Musiktherapien, in deren Genuss auch die sogenannten "Schattenkinder", die Geschwister kommen können.Der Oberbürgermeister hob auch die Trauerbegleitung von Kindern hervor, das Engagement von Andrea Winkler-Wilfurth gehe aber noch viel weiter. In ihren Dankesworten betonte Dr. Andrea Winkler-Wilfurth, daß die Begegnung mit Kindern schon immer...

Kirchen wollen weiter an Annäherung arbeiten

Mi, 01/11/2017 - 14:08
500 Jahre nach dem Thesenanschlag von Martin Luther betonen die Kirchen, künftig noch stärker aufeinander zuzugehen. Bei einem Gottesdienst übergeben die obersten Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland dem Bundespräsidenten ein Kreuz.Wittenberg/Rom. 500 Jahre nach dem Beginn der Reformation haben Protestanten und Katholiken ihren Willen zu einer umfassenderen Annäherung unterstrichen. Papst Franziskus und die evangelisch-lutherische Kirche kündigten am Dienstag an, auch nach Ende des Reformationsjahres das ökumenische Ziel eines gemeinsamen Abendmahles weiterzuverfolgen. "Für die Zukunft verpflichten wir uns, unseren gemeinsamen Weg zur größeren Einheit fortzusetzen", erklärten der von Rom eingesetzte Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen sowie der Lutherische Weltbund in einer gemeinsamen Stellungnahme. Im Lutherischen Weltbund haben sich 145 Kirchen aus 98 Ländern zusammengeschlossen.Beim zentralen Festgottesdienst der deutschen Protestanten in der Wittenberger Schlosskirche übergaben der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gemeinsam ein Kreuz an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie werteten dies als "Versprechen der Christen", für Friede, Versöhnung und Gerechtigkeit einzutreten, sagte Marx. Zuvor hatte Bedford-Strohm den Katholiken symbolisch die Hand ausgestreckt. Er wandte sich in seiner Rede direkt an Papst Franziskus: "Wann immer du einmal hierher nach Wittenberg kommst, dann werden wir dich ein halbes Jahrtausend nach der Verbrennung der Bannbulle von ganzem Herzen willkommen heißen!" Man müsse "mit Christus reden und dann mutig voranschreiten". Vor den Augen von Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) unterstrich Bedford-Strohm seine ablehnende Haltung zu einer Flüchtlings-Obergrenze:...

"Wunderbare neue ökumenische Dynamik"

Mi, 01/11/2017 - 14:08
Das Reformationsjubiläum in Amberg endete mit einem fast schon Freud'schen Versprecher. Der evangelische Dekan Karlhermann Schötz dankte den "katholischen Pfarrerinnen und Pfarrern" für ihre Kooperation. Das sorgte für Heiterkeit und die ebenso schmunzelnde Korrektur des Festredners: "Nein, so weit sind wir noch nicht" - mit der Ökumene.Sonst aber rückte der Leiter des Dekanats Sulzbach-Rosenberg gerade die "Zusammenarbeit" und die gegenseitige Verständigung beider Konfessionen in der Region in den Blickpunkt. Im Festgottesdienst in der Paulanerkirche - der Versprecher passierte ihm später beim Vortragsabend im Großen Rathaussaal - sprach Schötz von einem "besonderen Jahr der Ökumene - auch hier in Amberg". Immerhin seien in der Vilsstadt in der Vergangenheit "die Irrungen und Wirrungen groß gewesen und die Gegenreformation hat ganze Sache gemacht." Über 170 Jahre waren den Evangelischen nach Auskunft des Dekans die Bürgerrechte verwehrt, blieben sie bis 1851 der Pfarrei St. Martin zugeordnet und mussten zum Beispiel zur Konfirmation nach Rosenberg laufen. Erst Max IV. Joseph gestattete Nicht-Katholiken den Aufenthalt - "darum sitzen wir heute hier", sagte Schötz, ohne im Rückblick zu grollen. Bisher "meist antikatholisch" Im Gegenteil räumte er bedauernd ein, dass die Reformationsfeste früher gefeiert wurden. "Zum ersten Mal seit 500 Jahren ist das nicht so", charakterisierte er das Jubiläum, das sich "nicht durch Abgrenzung" auszeichne. Christus neu zu entdecken, sei der Kern dieses Festjahrs gewesen, das in vielen Veranstaltungen zu einer "wunderbaren neuen ökumenischen Dynamik" geführt habe. Noch vor nicht allzu langer Zeit sei es "unvorstellbar" gewesen, dass katholische Geistliche diesen Anlass in seiner Vielfalt mitfeierten. Als eine "treibende Kraft" dafür würdigte Paulaner-Pfarrer Joachim von Kölichen den im April verstorbenen Stadtpfarrer von St. Martin, Franz Meiler. Ausgehend von Luthers Lieblingspsalm 118...

Mission impossible für Andrej Babis?

Mi, 01/11/2017 - 14:04
Prag. "Andrej, auf dass es Dir gelingen möge!", schloss Präsident Milos Zeman die Pressekonferenz auf Schloss Lány mit dem Chef der liberalen Bewegung ANO, dem Multimilliardär und Gewinner der jüngsten Parlamentswahlen, Andrej Babis. Die Öffentlichkeit weiß nun zumindest, dass die beiden "starken Männer" des Landes mittlerweile beim Du gelandet sind. Sonst gibt es mehr Fragen als Antworten.Sicher ist immerhin: Der Staatschef will den 63-jährigen Babis, der mit 20 Prozent Vorsprung den Urnengang gewonnen hatte, unbedingt zum Ministerpräsidenten machen. Zum einen wegen dieses klaren Sieges. Zum anderen, weil Babis "ein erfolgreicher Unternehmer ist, der seine Steuern in Tschechien bezahlt". Drittens habe Babis "eine starke und erfolgreiche politische Bewegung aufgebaut". Viertens schließlich, so Zeman, sei Babis ein "erfolgreicher Finanzminister gewesen, der erstmals für ein Plus im Staatshaushalt gesorgt" habe.Diese Gründe seien ausreichend, um Babis auch nicht die Bedingung zu stellen, ihm - Zeman - eine Regierung zur Ernennung zu präsentieren, die eine Mehrheit im Parlament sicher hat. Mit dieser Formulierung stellte sich Zeman offiziell hinter die Ansage Babis', eine Minderheitsregierung bilden zu wollen, in der auch parteilose Experten Platz finden sollen. Babis versprach zudem, auch einzelne Ziele aller anderen Parteien in sein Regierungsprogramm aufnehmen zu wollen. Diese anderen Parteien im künftigen Parlament wollen mit Babis jedoch bisher unter keinen Umständen koalieren, weil er unter dem Verdacht des Missbrauchs von EU-Subventionen für eine seiner 250 Firmen steht.Mit der angekündigten Übernahme von Teilen des Programms der anderen Parteien versucht Babis, diese Parteien wenigstens zu einer Duldung seines künftigen Kabinetts zu bewegen. Doch auch das zieht bisher nicht. Eventuell würden die alten Kommunisten Babis still unterstützen, aber für einen sehr hohen Preis. Eine Mehrheit brächten die ungewendeten Genossen dem...

Eine Nacht für die Region

Mi, 01/11/2017 - 13:50
Unter dem Motto "Find, Found, Fund" startete die zweite "meetDIGITALS" Startup-Night in Kooperation mit der OTH Amberg-Weiden. Hauptsächlich widmete sich die Veranstaltung im Barcamp-Format den Themen rund um das Gründen und Startups.Amberg. (brü) Es ist das Thema Leidenschaft, was einen Gründer dazu bewegt, eben das zu tun, zu präsentieren, was er für sich gerade macht, und dies einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Den entsprechenden Rahmen boten jetzt die Räumlichkeiten der OTH. Tobias Walbert, Patrick Widmann, Lois Bauer und Alexander Hofmann zeichneten sich dabei für die Ausrichtung des Abends aus. Sie kündigten im Vorfeld bereits spannende Vorträge, Austausch mit erfolgreichen Gründern, Feedback zu eigenem Pitch und Einbringung eigenen Ideen an."Im Vergleich zur ersten Veranstaltung in Weiden waren jetzt in Amberg weniger Leute vor Ort, aber trotzdem können wir mit dem zufrieden sein", so die erste Einschätzung durch die vier Organisatoren. Sie kommen alle aus der Region, ihnen liegt ihre Heimat am Herzen, und nach ihren Worten viele hiesige Firmen den digitalen Wandel verschlafen. "Nachdem wir nach dem Schulabschluss bereits auch einige Projekte gegründet und in die Tat umgesetzt haben, schlägt für die regionale Weiterentwicklung unser Herz. Damit verbunden ist es auch, die Region weiterzubringen - so dass man hier auch in 20 Jahren noch leben kann - und nicht nach Nürnberg oder München pendeln muss."Der Austausch nicht nur aus der Region, sondern zum Beispiel auch aus China werde hierbei verwurzelt. Die vier Veranstalter können sich aber auch vorstellen, mit dem gezeigten Konzept größere Hallen zu füllen, zum Beispiel das ACC. "Es kommt auf die Resonanz an. Konkret geplant ist noch keine Veranstaltung dieser Art." Aber dafür gibt es einen Stammtisch. Leider nur virtuell, über Facebook.meetDIGITALSIst eine ehrenamtliche Initiative, die sich mit Digitalisierung und der...

Streit und Schläge

Mi, 01/11/2017 - 13:16
Keine ruhige Nachtschicht haben Streithähne der Polizei schon am frühen Dienstagmorgen beschert. Gegen 0.45 Uhr ging laut bisherigem Erkenntnisstand der Beamten ein 25-jähriger Weidener in einer Disco auf einen 19-Jährigen aus dem Landkreis Neustadt los. Bei dem Übergriff im Raucherbereich soll der Angreifer laut Pressebericht mehrmals mit einem Bierglas zugeschlagen und den 19-Jährigen am Kopf verletzt haben.Sicherheitskräfte trennten die Männer. Eine Kopfplatzwunde des Jüngeren wurde im Klinikum versorgt. Der Weidener hat ein anderes Problem: "Er muss sich jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten." Ein 30-Jähriger aus Erlangen zeigte an, er sei in dem Gerangel von Security-Mitarbeitern verletzt worden. Der Gast sei erheblich angetrunken gewesen und zur Untersuchung ins Klinikum gebracht worden, heißt es weiter. Was tatsächlich vorgefallen ist, sei noch unklar.Weniger als drei Stunden später rückten zwei Streifenwagen in einem Fast-Food-Restaurant an. Dort stritten zwei Gruppen junger Leute aus den Kreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt und Tirschenreuth. Den Grund für den Zoff sieht die Polizei "wieder einmal beim Alkohol". Die 18- bis 22-Jährigen schwiegen sich den Polizisten gegenüber aus, erhielten Platzverweise und von der Filialleitung ein Hausverbot.

Streit um Parkplatz mündet in Nötigung

Mi, 01/11/2017 - 12:39
Ein 42-jähriger aus Weiden ließ sich in seiner Wut über einen weggeschnappten Parkplatz am Montagvormittag zur „Selbstjustiz“ hinreißen. Er parkte den Pkw seines 66-jährigen Kontrahenten in der Bahnhofstraße in Weiden kurzerhand selbst ein. Es kam laut Polizeibericht zu einem kurzen Streit, woraufhin der Weidener die Szene verließ, um für die nächsten 30 Minuten seinen Geschäften nachzugehen. Der Eingeparkte erstattete Anzeige wegen Nötigung bei der Polizeiinspektion Weiden.

Fast 100 Einsätze mit Halloween-Bezug

Mi, 01/11/2017 - 12:09
Die Polizei Oberpfalz musste in der Halloween-Nacht eigenen Angaben zufolge fast 100 Einsätze mit Halloween-Bezug abarbeiten. Insgesamt bezeichnet sie die Nacht jedoch als "eher ruhig mit keinen herausragenden Ereignissen". Bei den Einsätzen habe es sich hauptsächlich um Meldungen wegen Ruhestörung gehandelt. Außerdem seien 15 Schlägereien angezeigt worden, bei denen rund 20 Personen leicht verletzt worden seien. Bei zudem zwölf gemeldeten Sachbeschädigungen sei nach bisherigem Ermittlungsstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich entstanden. 

Gesperrt wegen Baufälligkeit

Mi, 01/11/2017 - 12:02
Seit dem Jahre 1506 steht ein kleines Kirchlein, das dem heiligen Leonhard geweiht ist, an der Schlichter Straße. Es bildete damals die Grenze zwischen dem einstigen bambergischen Amte Vilseck und der churpfälzischen Vogtei Hahnbach. Seit 1890 wurde die Leonhardskapelle "Maria Hilf" genannt. An die Südwand des spätgotischen Baus schloss sich einst der sogenannte Pestfriedhof an.Das stark vernachlässigte Kirchlein musste im Laufe der Jahrhunderte immer wieder restauriert werden, wurde aber relativ wenig für kirchliche Zwecke genutzt. Am 6. November, dem Namenstag des heiligen Leonhard, könnte hier Patrozinium gefeiert werden, wenn das Innere des Kirchleins nicht so baufällig wäre. Gerne würde man wenigstens einen Blick hineinwerfen, doch die Tür ist das ganze Jahr über verschlossen.

Generalversammlung beim Heimat- und Kulturverein

Mi, 01/11/2017 - 12:00
Vor 22 Jahren hat sie den eingeschlafenen Heimat- und Kulturverein aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und mit neuem Leben erfüllt. Seither leitete sie ihn mit großem Idealismus und Ideenreichtum. Nun legte Elisabeth Hammer den Vorsitz in jüngere Hände.Mit Stolz blickte Hammer in der Generalversammlung auf zwei bewegte Jahrzehnte zurück. Sie erinnerte an die Anfänge mit Gründung einer Garde und an die feudalen Prunksitzungen. Auf ihre Initiative hin habe Nachtwächter Tschung mit seinen Stadtführungen begonnen. Auch habe sie im Stadtrat Denkanstöße gegeben zur Errichtung des Türmermuseums sowie zum Ausbau von Bergfried und Zehentkasten, berichtete sie.Mit Freude denke sie auch an die Marterlwege, an die vielen Truppenübungsplatz-Fahrten, Felsenkeller-Erkundungen und Trachtentreffen zurück. Ihr Dank galt Ludwig Walter für die Unterstützung bei der Erstellung des Marterlbuches und die Überlassung des Verkaufserlöses der Haager Chronik, aber auch dem Küchenstudio Seegerer für die Spende einer Küchenzeile für die neuen Vereinsräume im alten Schulhaus. Den Helfern im Vorstand und ihren Trachtenfrauen dankte sie für die gute Zusammenarbeit.In ihrer Laudatio zählte Schriftführerin Barbara Schneider weitere Veranstaltungen auf, die dank exzellenter Planung und Durchführung der Vorsitzenden feste Bestandteile des Vereinskalenders geworden sind, wie Burgkonzerte, Wirtshausmusikanten, Mundartabende und die Einstimmung "Auf Weihnachtn zou". "Elisabeth Hammer ist nie müde geworden, sich für Brauchtum und Kultur einzusetzen", betonte Schneider. Man denke nur an die Gründung der Trachtengruppe und die damit verbundene Anschaffung von Oberpfälzer Festtags-Gewand und Riegelhauben. So habe man 2016 auch am Oktoberfestzug in München teilgenommen und die neue Standarte mitgeführt. Schneider bedauerte, dass sich Hammer nicht mehr zur Wahl stellt, bat sie jedoch um weitere Unterstützung durch Rat und Tat. Unter großem Beifall überreichte sie der...

Schnelle Sternschnuppen

Di, 31/10/2017 - 22:16
Es ist wieder soweit: Die Sternschnuppen des Leonidenstromes kommen. Es ist nicht das einzige Himmelsschauspiel, das der November mit sich bringt.Saturn kann im November noch am frühen Abendhimmel tief im Südwesten gesehen werden. Um die Monatsmitte wird der Ringplanet allerdings für das Auge unsichtbar. Geht er zu Monatsbeginn noch eine Viertelstunde nach 19 Uhr unter, so sinkt er Ende November bereits um halb sechs Uhr abends unter die südwestliche Horizontlinie. Mit dem Abtreten von Saturn bleibt der Sternenhimmel in der ersten Nachthälfte ohne helle Planeten.Am Morgenhimmel gibt Venus ihre Abschiedsvorstellung. Sie strebt immer südlicheren Gefilden des Tierkreises zu. Gleich zu Monatsbeginn zieht sie an Spika, dem Jungfrauhauptstern, vorbei. Am 13. kommt es zu einer engen Begegnung mit Jupiter. Venus zieht knapp nördlich am Riesenplaneten vorbei, der allmählich am Morgenhimmel auftaucht. Auch Mars kann am Morgenhimmel gesehen werden. Er erscheint gegen 4 Uhr am Osthorizont, während Venus und Jupiter erst zwischen 6 und 7 Uhr morgens gut zu beobachten sind. Mond bei den Planeten Am 16. ergibt sich gegen 6.30 Uhr ein netter Himmelsanblick, wenn sich die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zur morgendlichen Planetenparade von Mars, Jupiter und Venus gesellt. Bereits einen Tag vorher zieht die Mondsichel am rötlich-gelben Mars vorbei.Merkur erreicht am 24. mit 22 Grad seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne. Wegen seiner extrem südlichen Position ist er in unseren Breiten allerdings nicht abends zu sehen: Noch bevor es richtig dunkel geworden ist, geht er bereits unter.Vollmond wird am 4. November um 6.23 Uhr erreicht, wobei der Erdtrabant im Sternbild Widder steht. In der Nacht vom 5. auf 6. zieht der Mond vor dem Sternhaufen der Hyaden vorbei, wobei er einige Sterne des Regengestirns bedeckt. Bereits am Abend des 5. verschwindet Primus Hyadum, auch Gamma Tauri genannt,...

Ende des Jahres fällt das Branntweinmonopol

Di, 31/10/2017 - 08:24
Für viele Schnapsbrenner lohnt sich die Arbeit bald nicht mehr. Obstbrände aus Bayern wird es trotzdem weiter geben. Die Szene ist im Umbruch. Veitshöchheim. Bayerns Brennerbranche steht vor einem Strukturwandel. Wegen des wegfallenden Branntweinmonopols zum Jahresende lohnt sich für viele der etwa 4000 Brenner im Freistaat die Alkoholproduktion nicht mehr. "Es werden mit Sicherheit einige Brenner aufhören, weil sie ohne das Monopol keine Wirtschaftlichkeit mehr sehen", sagte Mathias Krönert von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim der Deutschen Presse-Agentur. Die genauen Auswirkungen seien aber noch nicht absehbar. Bislang seien die Mitgliederzahlen in Franken noch nicht rückläufig, so der Fachberater für Brennereiwesen. Bange ist ihm nicht: "Die Szene ist im Aufbruch. Es kommen viele junge Leute nach. Vor allem Quereinsteiger, die mit sehr innovativen Gedanken in die Brennerszene reinkommen." Um trotz einer Besteuerung von 10,22 Euro pro Liter reinem Alkohol kostendeckend arbeiten zu können, muss gute Qualität im Glas und in der Flasche sein. "Deshalb kann eine Literbuddel Schnaps für acht Euro nie ein guter Brand sein. Mindestens 15 Euro für den halben Liter darf ein guter Edelbrand kosten", sagte Krönert. Im Moment seien in Bayern vor allem die sortenreinen Schnäpse im Trend: "Obstbrände sind in. Dabei wird viel Wert gelegt auf sortenreine Brände von alten Streuobstsorten." 2500 Apfelsorten gebe es hierzulande. "Da kann man sich vorstellen, welche geschmackliche Vielfalt da möglich ist." Im Freistaat befindet sich die bislang bundesweit einzige Brennerausbildung für Kleinbrenner. Rund 100 Absolventen haben diese abgeschlossene Berufsausbildung bereits in der Tasche. "Die meisten kommen aus einem Familienbetrieb und übernehmen die Geschicke nun mit ganz eigenen Produkten", sagte der Fachberater. Fassgelagerte Brände sind ein Beispiel für exotischere Varianten. Gleichzeitig gestalten die neuen Chefs...

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