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Aktualisiert: vor 58 Minuten 51 Sekunden

Volksmusik vereint Jung und Alt

Fr, 23/02/2018 - 15:26
Jung trifft Alt, dieses Motto setzen die Teilnehmer in die Tat um beim Musikabend, zu dem die Volksmusikgruppen aus Gebenbach eingeladen haben. Heraus kommt eine sehr kurzweilige Veranstaltung.Der Saal des Gasthauses Obermeier war schnell gefüllt. Anlass für das Treffen war eine Einladung, die Gebenbacher Jugendliche an Michl und Bärbel Ponader aus Nagel, einem Ort im Fichtelgebirge, anlässlich des Herbsttreffens des bayerischen Landesvereins für Heimatpflege ausgesprochen hatten. Die Ponaders hatten dort als Dozenten gewirkt und sich mit ihrer lockeren Art bei den Kindern und Jugendlichen aus Gebenbach schnell beliebt gemacht.Unter den Namen "Die flotten Saiten" sind Bärbel und Michl Ponader mit Zither, Harfe, Akkordeon, Flöte und Okarina seit 19 Jahren unterwegs und gestalten vorwiegend kirchliche Feiern und Vereinsfeste. Zuletzt spielten sie aber auch zusammen mit ihren drei musikalischen Söhnen bei einer politischen Veranstaltung im Kloster Banz.Zusammen mit Rita Butz, die engagiert für die Volksmusik eintritt und in Gebenbach schon viele Kinder und Jugendlichen in Gesang, Gitarre, Zither und Hackbrett ausgebildet hat, planten und organisierten die Jugendlichen den unterhaltsamen Abend. Mitwirkende waren die AOVE-Veeh-Harfen, die Klangbrettgruppe Klangsaiten der MGV-Viergesang, das Duo Martina und Annchristina mit Zither und Hackbrett, die Nachwuchssängerinnen Tamia und Maria, ein Nachwuchs-Zither-Trio, die Stubenmusik Gebenbach, die Stauber-Moidln und die Gitarrengruppe.Mit Instrumentalstücken und Liedern wie der Krebspolka, der Sternpolka, "Leit, Leit, Leitl müasst's lustig sei", "Hans, bleib dou", "s'Bibihenderl", "Springt der Hirsch" oder "Hinter derer Hollerstaudn" machten die Musiker und Sänger den Abend zu einem kurzweiligen Erlebnis. Die zahlreichen Zuhörer konnten dabei auch mitsingen und -tanzen. Da machte es auch nichts aus, dass die Veranstaltung etwas länger dauerte als geplant. Aufgelockert wurde sie mit...

Weniger Interesse an Karten

Fr, 23/02/2018 - 15:24
Der FC-Bayern-Fanclub Eslarn setzt weiterhin auf Vorsitzenden Markus Kleber. Veränderungen gibt es bei den Ämtern des Stellvertreters und Schriftführers.27 Mitglieder waren in die Jahreshauptversammlung zum "Kuch" gekommen. Der Vorsitzende erinnerte an die gut besuchte Abschlussfeier im "Biererlebnis Kommunbrauhaus". Die erstmals angebotene "Blechplattennacht" sei bei den Gästen sehr gut angekommen und soll heuer wiederholt werden.Der Vorstand traf sich laut Schriftführer Benjamin Heider zu 9 Sitzungen und besprach 62 Themen. Nach 3 Austritten und 12 Neuaufnahmen stieg die Mitgliederzahl auf 442, darunter 120 Frauen. Besonders stolz ist der Fanclub auf das jüngste Mitglied Leopold Stark mit 6 Monaten und das älteste Hans Gäbl mit 80 Jahren. Ein sportliches Programm servierte das Team der Sport- und Freizeitabteilung um Tobias Lindner unter anderen mit einem "Bubble-Soccer-Turnier". Stefan Salomon verwies darauf, dass sich die Eslarner jeweils 8 Karten für die Heimspiele gegen Darmstadt, Wolfsburg, Freiburg, Augsburg und Köln sowie für die Auswärtsbegegnungen in Berlin und Stuttgart gesichert hatten.Zum Spiel nach Mainz und gegen Istanbul gab es Tickets für 45 Mitglieder. "Für diese Saison wurden für alle Heim- und Auswärtspartien jeweils 8 Karten bestellt und für ein Heimspiel 45 Karten." Wegen rückläufiger Interesse ordert der Fanclub ab der Saison 2018/19 nur noch ein Heimspiel mit 45 Karten und ausgewählte Bundesligaspiele mit 8 Karten. "Soweit verfügbar können Mitglieder auf Nachfrage auch Tickets für ein bestimmtes Spiel erhalten", erklärte Salomon.Stephan Lindner wird der Homepage des Fanclubs eine grundlegende Auffrischung verpassen. Im Ausblick wies Kleber auf den Preisschafkopf am 1. April hin. Zudem hatte der Vorsitzende einige Urkunden dabei. Seit 10 Jahren unterstützen Lukas Kleber, Andreas Kleber, Sebastian Zäch, Manuel Zäch, Michael Singer, Georg Rauch, Sandra Gräbner und Vanessa Sauer den Fanclub. Auf 20...

"Ich bin, weil du bist"

Fr, 23/02/2018 - 15:22
Nach New York, Paris und Lagos stellt Chidi Kwubiri sein jüngstes Werk in Waldthurn vor. Der Künstler hat das Misereor-Hungertuch 2017/18 gestaltet. Es führt ihn eine besondere Mission in die Oberpfalz."Schlagen ist in Nigeria an der Tagesordnung", kritisierte Chidi Kwubiri, der künstlerische Schöpfer des "Misereor Hungertuches 2017/2018". Im Rahmen der Misereor-Fastenaktion "Heute schon die Welt verändert?" war der afrikanische Künstler in das Waldthurner Pfarrheim gekommen.Mit angereist war die Leiterin der Fachstelle Weltkirche (Diözese Regensburg), Ruth Aigner, und der Vorsitzende der Katholischen Erwachsenenbildung Neustadt-Weiden, Peter Schönberger. Zum einen stellte der in Pulheim bei Köln lebende Kwubiri seine Intentionen hinsichtlich des Hungertuchs unter dem Slogan "Ich bin, weil du bist" vor. Andererseits stand ein von ihm initiiertes Projekt hinsichtlich der Beendigung der gewaltvollen Erziehung in seinem Heimatland Nigeria im Mittelpunkt des Abends.Mut zum Dialog sei laut Kwubiri das Ziel des Hungertuchbilds. Er sei sehr stolz, dass Misereor ihn ausgesucht habe, dieses Kunstwerk zu schaffen. Er sehe es als Ehre, da Misereor eine Bewegung sei, die versuche, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. So wolle auch er den Planeten auf seine Art, mit der Kunst, verbessern und Brücken bauen. Ab heute könne er sagen, er habe in New York, Paris, Lagos und in Waldthurn sein Kunstwerk bei einer Ausstellung gezeigt, meinte der sympathische Nigerianer mit einem Augenzwinkern. Insgesamt habe er sechs Wochen an den beiden Bildern, die später zu einem zusammengefügt wurden, gearbeitet.Die afrikanische Philosophie des Zusammenhaltens, die "Ubuntu" genannt wird, habe ihn genauso inspiriert, wie die zwei längsten Flüsse in Nigeria, der Niger und Benue. Sie stoßen zusammen und fließen von diesem Punkt an friedlich geeint und gestärkt weiter, obwohl sie aus verschiedenen Quellen stammen.Man wende sich wie im...

Öffentliches Geständnis

Fr, 23/02/2018 - 14:26
Spätestens jetzt weiß ganz Ammerthal, wer Anfang des Monats mehrere Bäume auf Gemeinde- und Kirchengrund gefällt hat. Ohne Genehmigung. Die Schuldzuweisungen gehen jedoch nicht in Richtung der Täter.Der frühere Gemeinderat der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG), Peter Haller, meldete sich am Donnerstagabend auf der Bürgerversammlung erst recht spät zu Wort. "Wir haben die Bäume gefällt", gestand er öffentlich ein, und meinte wohl die DJK. Der eigentliche Skandal, gab das Vorstandsmitglied des Sportvereins unter dem Beifall etlicher Besucher zu verstehen, bestehe jedoch nicht darin, ohne Genehmigung auf fremdem Grund mehrere stattliche Bäume abgesägt zu haben. Sondern darin, dass das angezeigt wurde. Das verschlug für einen kurzen Moment sogar der unfreiwillig streiterprobten Bürgermeisterin Alexandra Sitter (UWG) die Worte. "Ich habe Anzeige gegen unbekannt erstattet. Sonst niemand, auch nicht die DJK", konterte sie dann. Haller ließ sich davon nicht beeindrucken. "Wieso werden wir ständig in die Pfanne gehauen?", wollte er von der Bürgermeisterin wissen und warf ihr vor, mit der Strafanzeige das zum Teil jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Ammerthalern für die DJK öffentlich zu diskreditieren. Wieder Beifall. Der Berichterstattung über die Baumfäll-Aktion unterstellte das DJK-Vorstandsmitglied eine wahrheitswidrige Darstellung, da es nicht um neun, sondern nur um sechs Bäume gehe. Die seien "vom Sturm geschädigt" gewesen und hätten "eine Gefahr" für Zuschauer bei Spielen des Bayern-Ligisten oder Spaziergänger auf dem angrenzenden Kirchensteig dargestellt. An diesem Punkt mischte sich der CWG-Gemeinderat Georg Paulus ein, ebenfalls Mitglied des DJK-Vorstandes. Er könne das beweisen, Fotos lägen bei der Polizei. "Auf fremdem Grund" Nicht zuletzt deshalb...

"Memory" macht's möglich

Fr, 23/02/2018 - 14:20
Selbst mal Platten auflegen, Ü-18-Filme schauen und in der Küche einen Automotor zerlegen: In der Disco "Memory" ist alles möglich. Wenn der Wirt der einstigen Trabitzer Kultkneipe den Schraubschlüssel auspackt, bleibt der Pizzaofen kalt.Besitzer Wolfgang Schmidt war nämlich ein leidenschaftlicher Autoschrauber, wie Jürgen Schreglmann weiß. "Und manchmal war er ein Chaot." Trotzdem - oder vielleicht auch deshalb - war das Memory sowohl bei Einheimischen als auch Auswärtigen beliebt. "Die Disco war immer voll", erinnert sich der 42-Jährige, der als Jugendlicher selbst zu den Gästen gehörte. Gemeinsam mit den "Kulturbanausen" richtete er das einstige Gasthaus 2010 wieder her und nutzte es einige Jahre für Geburtstagsfeiern oder Partys.120 Personen hätten im "Memory" Platz gehabt, meistens waren doppelt so viele da. Darunter auch Jürgen Schreglmann: Als 14-Jähriger hat ihn die Neugier immer mal wieder in die Dorfdisco getrieben. "Das Alter war damals kein Problem. Früher war das alles lockerer." Es waren aber nicht die Erwachsenen-Filmchen oder der Alkohol, die ihn ins Memory zogen, sondern die Musik. Magie der Musik Er habe sich schon immer dafür interessiert und wenn er Glück hatte, durfte er in der Kneipe die neuesten Schallplatten durchstöbern. "Und manchmal habe ich selbst welche auflegen können", erzählt Schreglmann. Für den jungen Burschen sei das damals das Größte gewesen. "Ich kannte einen der damaligen DJs, der hat mich manchmal ans Mischpult gelassen."Wer keine Lust hatte zu tanzen, war im Kaminstüberl gut aufgehoben. Die Kneipe befand sich im gleichen Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite. "Dort stand ein offener Kamin, daher rührt der Name", weiß Schreglmann. Wer es spannender haben wollte, musste eine Etage höher in den "illegalen" Club. "Da hat man sich Ü-18-Filme anschauen können." Lange gehalten hat sich der Bereich allerdings nicht, nach etwa einem Jahr wurde er geschlossen.

Raub in der Altstadt: Drei Festnahmen

Fr, 23/02/2018 - 14:14
Sie wollten offenbar Bares sehen: Drei Männer traten am Donnerstag um 21.15 Uhr einem 21-Jährigen in der Deutschen Schulgasse gegenüber und forderten Geld. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hielten sie ihm einen Elektroschocker vor das Gesicht. Als sich der junge Mann weigerte, entrissen ihm die Täter den Rucksack und flüchteten. Während der sofort eingeleiteten Fahndung gelang es den Ordnungshütern, zwei Amberger im Alter von 17 und 33 Jahren dingfest zu machen und festzunehmen. Am Freitagvormittag ging den Beamten auch der dritte Beteiligte (23) ins Netz. Ein Zeuge hat zudem den Rucksack, in dem sich unter anderem ein Laptop befand, gefunden und abgegeben. Die drei Verdächtigen werden dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Ein Ergebnis stand am Freitag noch aus. Unterdessen sucht die ermittelnde Kriminalpolizei Zeugen. Sie sollen sich unter 09621/890-0 melden.

Sand könnte regional knapp werden

Fr, 23/02/2018 - 14:12
Hannover. Drohende Lieferengpässe für Sand könnten nach einer Studie das Bauen in Deutschland verteuern. "Deutschland ist reich an Sand", teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe der Deutschen Presse-Agentur mit. "Dennoch drohen gerade bei wichtigen Baurohstoffen auf dem heimischen Markt aktuell erhebliche Versorgungsengpässe."Die Studie nennt dafür Gründe: Die meisten Sand-, Kies- und Natursteinvorkommen seien überbaut oder lägen unter Schutzgebieten. Wegen steigender Bodenpreise verkauften zudem immer weniger Bauern ihr Ackerland an Kieswerke. Genehmigungsverfahren zögen sich hin und der Baustoffindustrie fehlten Verarbeitungskapazitäten. Regional werde deshalb für 2018 mit Lieferengpässen gerechnet, etwa im Großraum Mannheim-Karlsruhe und dem Ruhrgebiet. Eine Tonne Bausand kostet in Berlin demnach 6 Euro, in München 15 Euro, weil es dort im Umland mehr Kies als Sand gibt. Als Sand wird Gestein mit einer Korngröße zwischen 0,063 und 2 Millimeter bezeichnet, darunter spricht man je nach Größe von Schluff und Ton, darüber von Kies oder Schotter.Die deutsche Bauindustrie sieht auch für 2018 kein Ende des Aufschwungs. Um die prall gefüllten Auftragsbücher zeitnah abarbeiten zu können, planten viele Betriebe in den kommenden zwölf Monaten zusätzliches Personal und mehr Investitionen, erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Freitag. Es spreche alles dafür, dass die zu Jahresbeginn aufgestellte Umsatzprognose von 4 Prozent Plus im laufenden Jahr übertroffen werde.Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Branche 114 Milliarden Euro Umsatz. Das waren nominal 6,0 Prozent und preisbereinigt (real) 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In absoluten Zahlen war 2017 somit das beste Jahr seit 1995 mit damals umgerechnet 117 Milliarden Euro Umsatz. Der Bauboom bescherte der Branche 2017 das beste Neugeschäft seit 21 Jahren. Mit einem Plus von 6,6 Prozent zum Vorjahr und einem Volumen von 72,3 Milliarden Euro...

Elektro-Mini aus China

Fr, 23/02/2018 - 14:08
München. BWM will den bisher ausschließlich in Europa gebauten Mini künftig auch in China herstellen. Zusammen mit dem chinesischen Autobauer Great Wall soll die zweite Generation des elektrisch angetriebenen Minis in der Volksrepublik produziert werden - eine entsprechende Absichtserklärung sei am Freitag unterschrieben worden, teilte BMW in München mit.Der erste vollelektrische Mini soll ab 2019 im englischen Werk Oxford vom Band laufen, mit Batterien und Motoren aus den bayerischen Werken Dingolfing und Landshut. Der genaue Standort, die Höhe der Investitionen und der Startzeitpunkt für die zweite Generation des E-Minis aus China sind noch offen. Great Wall ist Chinas größter Hersteller von Stadtgeländewagen (SUV). Nach Großbritannien, den USA und Deutschland ist China für Mini der viertgrößte Markt der Welt, mit 35 000 verkauften Fahrzeugen im vergangenen Jahr.

Frost-Kunst

Fr, 23/02/2018 - 14:06
Die Kälte kam spät in die Oberpfalz, erst Mitte Februar war die Region nahezu flächendeckend im Griff des Winters. Sonnige Tage und kalte Nächte gelten als ideale Voraussetzung für "frostfeste Fotografen". Die Ergebnisse ihrer Streifzüge zeigen die Fans unserer Facebook-Seiten monatlich auf onetz.de. Eines der Bilder wird dann zum Titelbild des Monats auf Facebook-Onetz, Facebook-Onetz-Amberg und (fast) ganz neu auf Facebook-Onetz-Weiden-Neustadt/WN. 

Jetzt gibt's Zeugnisse

Fr, 23/02/2018 - 14:00
Was für ein spannender Schultag: Rund eine Million Schüler in Bayern haben am Freitag ihr Zwischenzeugnis bekommen. Eine davon ist auch Luisa. Dem Lächeln nach zu urteilen, dürfte das Zeugnis der Zweitklässlerin der Max-Josef-Schule in Amberg gut ausgefallen sein. 

"Pack-Walk" mit Cesar Millan

Fr, 23/02/2018 - 11:28
Er ist der Mann, dem Hollywood-Stars wie Vin Diesel und Scarlett Johansson ihre Vierbeiner anvertrauen: Cesar Millan. Sein besonderes Gespür entdeckte er schon als Jugendlicher auf der Farm seines Großvaters in Mexiko - heute ist er weltberühmt, seine Lektionen bei Hundebesitzern heiß begehrt. Andere kritisieren, er quäle die Hunde. Was steckt hinter dem Phänomen Millan?Ruhe, Selbstsicherheit, Liebe und Begeisterung - "das ist das simple Erfolgsrezept im Umgang mit Hunden, und zwar in dieser Reihenfolge". Ein Satz, den die Teilnehmer des Seminars, zu dem US-Star, Hundetrainer und Buchautor Cesar Millan nach Garmisch-Partenkirchen geladen hatte, in den Bergen an diesem sonnigen Nachmittag immer wieder hören. Ihn umgibt eine beruhigende Aura, die sowohl die Hunde als auch ihre Herrchen spüren. Und das setzt der 48-Jährige gekonnt ein."Egal, wie alt der Hund ist, ob er als Problemfall gilt oder nicht, man kann jedem Vierbeiner etwas beibringen. Dabei muss man aber immer bei der Einstellung des Besitzers anfangen", ist sich der gebürtige Mexikaner, der mit 21 Jahren illegal und ohne Englischkenntnisse in die USA einwanderte, sicher. Das Erfolgsrezept? Disziplin."Keine Berührung, kein Ansprechen, kein Augenkontakt. Man muss eine Rangordnung etablieren und den Hunden zu verstehen geben, dass sie sich so verhalten sollen, wie der Chef im Rudel - in dem Fall der Mensch - es möchte. Dabei ist es am wichtigsten, dass der Mensch dem Vierbeiner gegenüber ruhig auftritt."Doch wegen seiner oftmals "rabiaten" und "veralteten" Methoden, Vierbeinern diese Disziplin beizubringen, steht Millan auch immer wieder in der Kritik von Tierschutzverbänden. Peta etwa prangert Millans Einsatz von Elektroschock- und Würgehalsbändern an, um Hunde schnell gefügig zu machen. "Millan terrorisiert ihm anvertraute Hunde oftmals gezielt mittels psychischer und oft sogar körperlicher Gewalt. Die Tiere gehorchen schließlich, weil sie schlichtweg Angst vor...

"Held" von Schrobenhausen angeklagt

Fr, 23/02/2018 - 11:13
Vom gefeierten Helden zum Angeklagten. Ein Lastwagenfahrer hatte seien brennenden Benzintransporter aus der Stadt gesteuert, um eine Katastrophe zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft sieht das Verhalten des Mannes trotzdem nicht als heldenhaft an. Schrobenhausen. Einst wurde er als Held gefeiert, nun muss ein 50 Jahre alter Tanklastzugfahrer mit einem Gerichtsverfahren rechnen. Der Mann hatte im Juli 2017 seinen mit 34 000 Litern Benzin und Diesel beladenen und brennenden Sattelzug bei Schrobenhausen aus bewohntem Gebiet gefahren, um eine Katastrophe zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt wirft dem Fernfahrer aber vor, dass er bereits viel früher Probleme an dem Transporter bemerkt habe und deswegen hätte stehenbleiben müssen. Das Amtsgericht Pfaffenhofen müsse nun entscheiden, ob es zum Prozess kommt, teilte die Anklagebehörde am Freitag mit. Nach der Fahrt war der Trucker damals zunächst als "Held" bezeichnet worden, die Polizei hatte sich anerkennend geäußert und die Stadt Schrobenhausen wollte sogar eine Dankesfeier ausrichten. Ein Polizist hatte den Fahrer damals aus der Stadt gelotst, nachdem der Mann ein brennendes Hinterrad bemerkt hatte und es selbst nicht löschen konnte. Damals hieß es, ein Reifen sei wohl geplatzt. Nun steht in der Anklage der Staatsanwaltschaft, dass der 50-Jährige schon bei einem Halt an der Bundesstraße 13 in der Nähe der oberbayerischen Gemeinde Manching Qualm bemerkt habe. Danach soll der Mann noch etwa 25 Kilometer mit dem defekten Tanklaster weitergefahren sein. Erst als es bei Schrobenhausen "zur offenen Flammenbildung im hinteren Bereich des Aufliegers kam und damit Explosionsgefahr bestand" habe der Fahrer reagiert. Ihm wird deswegen Brandstiftung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Auslöser des Feuers soll ein beschädigtes Radlager gewesen sein.

Lange Tage und viel Input

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Sei immer pünktlich und frag’ alles nach, was Du nicht verstehst“: Eltern haben so allerlei Tipps auf Lager, wenn es um den Start der Ausbildung geht. Doch ihre Ausbildungszeit ist im Zweifel schon sehr lange her. Was raten jene, die jetzt gerade am Ende ihre Ausbildung sind? Fünf Auszubildende aus fünf unterschiedlichen Bereichen erzählen. Industriekaufmann: „Erstelle eine Übersicht“: Das war eine der ersten Aufgaben, die Leon Merse als angehender Industriekaufmann beim Nivea-Konzern, Beiersdorf AG in Hamburg, erledigen sollte. Ein Wurf ins kalte Wasser? „Eher nicht, wir wurden in Stufen an das Arbeitsleben herangeführt“, erzählt der 19-Jährige. Mit Eigenständigkeit musste der Auszubildende trotzdem früh glänzen. „Eine positive Überraschung war, dass viele Abteilungen uns Azubis eine Menge Eigenverantwortung übertragen haben.“ Von Beginn an noch mehr Mut zum aktiven Handeln, würde Leon bei einem erneuten Start der Ausbildung zeigen und allen Anfängern raten: „Scheut euch nicht, nur weil ihr neu seid – eure Ansichten sind auch wichtig und werden gehört.“ Seine Empfehlung: „Wenn ihr gute Ideen habt, sprecht darüber!“ Ganz anders, als in der Schule sei, dass das eigene Handeln noch mehr im Mittelpunkt steht: „Die eigene Rolle im Team wirkt sich letztendlich auch auf den Erfolg aus.“ Bankkaufmann: Eigentlich hätte Frederik Studemund nach seinem Abitur wie die meisten auch studieren können. Stattdessen macht der 21-Jährige eine Lehre zum Bankkaufmann bei der Hamburger Sparkasse (Haspa). „Nach so vielen Jahren Theorie in der Schule war mir die Praxis einfach wichtiger“, sagt der Azubi. Was ihn am meisten während der Lehre beeindruckt hat, war die schnelle Integration ins Team. „Ich war vom ersten Tag an ein vollwertiges Mitglied.“ Ganz anders im Vergleich zur Schule waren die Arbeitszeiten. „Die Umstellung war nicht leicht, nach der Arbeit war ich in der Anfangszeit häufig groggy.“ Deshalb der Tipp: „Auch wenn man müde ist, sollte man sich nach...

Aus Liebe zur Technik

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Als Kind war Anastasia Duckert großer Fan der Carrera-Bahn ihres Bruders. Diese Begeisterung für alles Technische hat sich Duckert über die Jahre bewahrt und zum Beruf gemacht. Heute arbeitet sie aber nicht mehr mit Carrera-Bahnen, sondern in großen Fabrikhallen mit Maschinen und Produktionsanlagen. Diese müssen entwickelt, gebaut, gewartet, repariert und gesteuert werden. Wie das genau geht, lernt die 21-Jährige von der Pike auf. Sie ist im ersten Ausbildungsjahr beim Technologie-Riesen Siemens in Berlin - als Industriemechanikerin. Überwiegend Männer "Die Lehre ist sehr fundiert, so habe ich es mir auch gewünscht", erzählt Duckert. Sie lernt etwa, einzelne Werkstücke für komplexe Maschinen anzufertigen und einzubauen. Ihre bislang größte Herausforderung bestand darin, zwei Drehteile anzufertigen, die millimetergenau ineinanderpassen. "Das geht nicht ohne handwerkliches Geschick", sagt sie.Der Beruf des Industriemechanikers ist immer noch eine Männerdomäne. Duckert gehört zu den wenigen weiblichen Auszubildenden in der Branche. "Unter den deutschlandweit rund 13 000 Neuanfängern pro Jahr sind nur rund 800 junge Frauen", erklärt Michael Stahl vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Er ermuntert Schulabgängerinnen ausdrücklich, sich für die Ausbildung zu bewerben: "Der Beruf ist grundsätzlich für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet."Wichtig ist einzig, dass Bewerber oder Bewerberinnen die Voraussetzungen für den Beruf erfüllen. Dazu gehört neben einem Realschulabschluss oder einem guten Hauptschulabschluss technisches Verständnis, Spaß am Umgang mit Maschinen, Teamgeist und eine sorgfältige Arbeitsweise. Vier Richtungen Industriemechaniker erlernen ihren Beruf in dreieinhalb Jahren. Die Ausbildung findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Auf dem Stundenplan stehen dort Fächer wie Mathematik, Physik und Informatik. Im Betrieb lernen die Azubis alles rund um...

Unversorgt und unbesetzt

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Gastronomen, Baubetriebe, Handwerker - viele Unternehmen suchen händeringend Nachwuchs. Und trotzdem gibt es jedes Jahr tausende Jugendliche, die einfach keinen Ausbildungsplatz finden. Woran liegt das? Und was können Betroffene tun, um doch noch unterzukommen?Berlin/Nürnberg. (dpa/tmn) Es sieht aus wie die einfachste Matheaufgabe der Welt. 48 900 Ausbildungsplätze sind unbesetzt. Und 23 700 Jugendliche haben keinen Ausbildungsplatz, hätten aber gerne einen. Leer ausgehen sollte also niemand, rein rechnerisch. In der Praxis bleiben aber viele Plätze unbesetzt - und viele Jugendliche unversorgt. Flexibel sein Darunter sind nicht nur Hauptschüler und Jugendliche ganz ohne Abschluss. Für diese Gruppe hat es aber besonders fatale Folgen, wenn sie bei der Ausbildungssuche leer ausgehen: So sind unter den Hauptschul-Abgängern zwischen 20 und 34 Jahren 31 Prozent, die dauerhaft ohne Berufsabschluss bleiben. Bei den Jugendlichen ohne Schulabschluss steigt der Anteil sogar auf 70 Prozent. Das geht aus dem Datenreport zum Berufsbildungsbericht des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Betrachtet man alle 20- bis 34-Jährigen, liegt die Quote dagegen nur bei 13 Prozent.Und doch finden viele Unternehmen keine Azubis - in Branchen, die seit Jahren über Nachwuchsmangel stöhnen. Woran liegt das? An unzuverlässigen Jugendlichen? An unattraktiven Jobs? An unflexiblen Arbeitgebern? Oder doch an etwas anderem?Ein simpler Grund: Oft sind die Bewerber nicht da, wo der Bedarf ist. Es gibt "erhebliche regionale Anpassungsprobleme", sagt Ulrike Friedrich, Ausbildungsexpertin beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)."Manche Jugendliche müssten also flexibler bei der Berufswahl sein, wenn sie bei den Eltern bleiben wollen, oder für den Ausbildungsberuf umziehen", sagt die Expertin. Dafür gibt es Unterstützung: Wer nicht mehr zu Hause wohnt, kann zum Beispiel Bundesausbildungsbeihilfe (BAB)...

Handwerk trifft Kochkunst

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Seine Arbeit beginnt Felix Wendlandt mit einer Aufgabe, die man von einem Fleischer nicht unbedingt erwarten würde. Er rechnet. Nachdem Fleischwolf, Füllmaschine und andere Geräte, die für die Produktion der Wurst gebraucht werden, zusammengesetzt sind, beginnt die Kalkulation. Wie viel Salz, Pfeffer und Gewürze braucht es für die geplanten Wurstmengen? Fehler sind nicht erlaubt. Kommt zu viel Salz in die Fleischmischung, ist die ganze Produktion unbrauchbar. Versalzene Würste will ja keiner essen. Der 32-Jährige, der bei der Berliner Fleischerei Kluge ausgebildet wird, schaut aus dem Grund lieber zweimal auf die Zahlen der Waage. Duale Ausbildung Wendlandt ist im zweiten Lehrjahr. Seine aktuelle Station ist die Produktion. Dort ist es meist kühl, die Temperatur liegt bei circa zehn Grad. Das Fleisch darf nicht zu warm werden, sonst können sich Keime bilden. Um Fleischer zu werden, kommt es aber nicht darauf an, Kälte aushalten zu können. Andere Dinge zählen mehr. Handwerkliches Geschick etwa: Beim Zerlegen von Schweinehälften kommen Messer, Sägen und Beile zum Einsatz. Den richtigen Umgang damit lernen Azubis zwar, sagt Klaus Gerlach, Obermeister der Berliner Fleischer-Innung. Aber eine gewisse Begabung ist von Vorteil. Fleischer begleiten das tote Tier ab der Schlachterei bis zur Verkaufstheke: Sie zerlegen es, stellen Wurst, Hackfleisch oder Pökelware aber auch Feinkostsalate her, beraten Kunden und kochen sogar Mittagessen. Wendlandt gefällt die Mischung aus Anpacken und Kreativität. Beim Kreieren neuer Wurstsorten ist erstmal alles erlaubt. Lammbratwurst mit Ingwer und Minze oder Sushi-Wasabi-Bratwurst – das sind nur zwei Kombinationen, bei denen er schon mitgearbeitet hat. Die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule dauert drei Jahre. Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben. „Mindestens ein Hauptschulabschluss wäre schön“, sagt Gerlach. Wie die Statistik zeigt, hat ein Großteil der Auszubildenden einen...

Bitte recht freundlich

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Besonders attraktiv muss auf seinem Bewerbungsfoto niemand sein - aber sympathisch. "Das Foto ist der emotionale Weichensteller", sagt Bewerbungs- und Karrierecoach Jürgen Hesse. Damit das gelingt, gibt es jedoch einiges zu beachten - den Adressaten zum Beispiel.Denn was bei Bewerbungsfotos für manche Unternehmen durchaus angemessen ist, wirkt bei anderen übertrieben. Hosenanzug oder Hemd und Krawatte sind also nicht immer das passende Outfit. Und wer sich bei einer Werbeagentur oder auf andere Jobs in der Kreativbranche bewirbt, könne neben einem lässigen Outfit ruhig auch einen ungewöhnlichen Bildausschnitt wählen, sagt Judith Engst, die ein Buch zum Thema geschrieben hat. Bei Banken hingegen sei nach wie vor konservative Kleidung gefragt. Eigentlich kein Muss Rechtlich gesehen sind Bewerbungsfotos inzwischen nicht mehr erforderlich. Denn seit 2006 gilt in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Es soll verhindern, dass Menschen bei der Einstellung diskriminiert werden - beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihres Alters. "Die gesetzliche Lage sieht vor, dass die Auswahl nur auf fachlicher Qualifikation beruhen darf", erklärt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht und Sozialrecht. Ein Foto ist daher kein Muss.Praktisch sei es allerdings schwierig, eine Diskriminierung aufgrund eines Fotos nachzuweisen, wenn dessen Einsendung nicht gerade aktiv eingefordert wurde. "Dazu gibt es bisher keinerlei Rechtsprechung", sagt die Anwältin. Und die meisten Personaler wollen noch immer ein Fotos sehen - weil sie wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben, wie Judith Engst erklärt. "Da klaffen Theorie und Praxis auseinander." Zumindest ist das in Deutschland so. In den USA hingegen werden schon länger anonyme Bewerbungsverfahren verwendet, erklärt Bernd Blessin aus dem Präsidium des Bundesverbands der Personalmanager (BPM).Große Unternehmen, die...

Organisationstalente gesucht

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Der Name dieses Ausbildungsberufes sagt eigentlich schon alles: Kaufleute für Büromanagement kümmern sich um alle Aufgaben, die täglich in der Büroorganisation anfallen.Sie managen sozusagen den Betrieb - und können dabei auf ihr Fachwissen aus einer dreijährigen Ausbildung aufbauen. Multitalente bekommen eine fundierte Ausbildung mit sehr guten Übernahmeperspektiven und einer abwechslungsreichen Tätigkeit.Die Ausbildung für das Büromanagement in diesem Bereich verbindet Theorie und Praxis miteinander. Hier durchlaufen die Auszubildenden alle Abteilungen, lernen die verschiedenen Arbeitsbereiche kennen und erkennen, wie die Abteilungen zusammenwirken.Zusammen mit anderen Auszubildenden üben die angehenden Bürokaufleute auch den Umgang mit möglichen Problemen, um im späteren beruflichen Alltag sicher reagieren zu können.Während der dreijährigen Ausbildung werden unter anderem Kompetenzen in Bürowirtschaft, Verwaltungsorganisation, Assistenz- und Sekretariatsaufgaben, Personalwesen, Finanzwesen und Informationsverarbeitung vermittelt.Voraussetzungen sind zuverlässiges und sorgfältiges Arbeiten, gute Rechtschreibkenntnisse und Kontaktfreude. Die Übernahmechancen stehen sehr gut und auch nach dem erfolgreichen Abschluss bieten sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten.Kaufleute für Büromanagement werden nicht nur für Assistenz- und Sekretariatsaufgaben eingesetzt. Auch in Bereichen wie Haushalts-, Finanz- und Rechnungswesen, Einkauf und Materialwirtschaft oder Personalwesen können sie tätig werden.Typische Aufgaben sind beispielsweise die Ausführung organisatorischer und kaufmännisch-verwaltender Tätigkeiten. Zudem können die Kaufleute den internen und externen Schriftverkehr abwickeln, Termine planen und überwachen, Sitzungen und Präsentationen vorbereiten.Schließlich bestellen sie Material, kaufen Dienstleistungen ein, schreiben Rechnungen und überwachen Zahlungseingänge....

Auf den Millimeter genau

Fr, 23/02/2018 - 01:00
Sie finden sich in Automotoren, Waschmaschinen und vielen Elektrogeräten: Kleine Schrauben, Muttern, Zahnräder und Stifte aus Metall, die kaum auffallen. Doch oft sind sie keine Baumarktware. Zerspanungsmechaniker fertigen sie speziell für Produkte an.Früher brauchten Zerspanungsmechaniker vor allem Muskelkraft und handwerkliches Geschick. Seit den 1980er Jahren übernehmen aber mehr und mehr computergesteuerte Maschinen die schweißtreibenden Arbeiten am Metall. Dennoch ist der Job heute mehr denn je gefragt. Doch das Aufgabenfeld hat sich grundlegend gewandelt. "Heute geht es vor allem darum, die Maschinen zu rüsten, zu bedienen und den Fertigungsprozess zu überwachen", sagt Hermann Rumpel vom Verband der Deutschen Drehteile-Industrie. Dabei sei nicht so viel Muskelkraft gefordert, sondern technisches Gespür. Ständige Kontrolle Die große Herausforderung in dem Beruf sei es, mit hundertprozentiger Genauigkeit zu arbeiten, sagt Andre Neuhaus. Er ist im dritten Ausbildungsjahr zum Zerspanungsmechaniker im Unternehmen von Thilo Karrenberg in Velbert in Nordrhein-Westfalen. "In unserem Bereich sind die Toleranzgrenzen sehr, sehr klein, da kommt es auf wenige Mikrometer an." Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter.Zerspanungsmechaniker stellen metallene Präzisionsbauteile aller Art her, richten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und programmieren die Maschinen mit CNC-Programmen. CNC steht für Computerized Numerical Control und bezeichnet ein elektronisches Verfahren zur Steuerung von Werkzeugmaschinen. 2015 haben 6288 junge Menschen die Ausbildung begonnen, darunter 366 Frauen. Dieser Job ist weitaus komplexer, als er auf den ersten Blick erscheint: Bis eine Maschine vorbereitet ist, um ein bestimmtes Drehteil zu produzieren, dauere es häufig mehrere Stunden, sagt Neuhaus. Die Maschinen sind unter Umständen so groß wie ein Kleintransporter."Man muss erst einmal ein Gespür dafür bekommen, welche...

Der blöde erste Satz

Fr, 23/02/2018 - 00:50
Nichts ist gruseliger als ein leeres Blatt Papier. Das gilt auch beim Anschreiben zur Bewerbung. Eine Patentlösung für das Problem gibt es leider nicht. Wer Floskeln und Tippfehler vermeidet, macht aber schon einiges richtig - und braucht dann nur noch etwas Charme."Sehr geehrte Damen und Herren..." Bis dahin kommen die meisten Bewerber noch - und dann wird es schwierig. Einen guten Einstieg für das Anschreiben zur Bewerbung zu finden, ist eine echte Herausforderung. "Viele tun sich da unglaublich schwer mit", sagt Jürgen Hesse, Bewerbungscoach und Ratgeberautor. Ein Grund dafür ist die ungewohnte Werbung in eigener Sache: "Wir sind so erzogen worden, dass Eigenlob stinkt. Aber in dem Fall geht es eben nicht ohne." Die schlechte Nachricht: Den einen Zaubersatz zum Einstieg gibt es nicht. Aber es gibt die folgenden drei Tipps, mit denen die erste Hürde etwas kleiner wirkt.Auf den Punkt kommen: Beim Anschreiben geht es nicht um den ersten Eindruck. Denn viele Personaler lesen zuerst den Lebenslauf, sagt Hesse. Erst wenn der passt, folgt das Anschreiben. Niemand muss also gleich am Anfang wiederholen, was ihn alles für eine Stelle qualifiziert. Das wäre auch zu viel Text. "Länger als zwei bis drei Zeilen sollte der Einstieg nicht sein", rät Hesse - und zwar mit möglichst kurzen Sätzen. "Überlegen Sie sich, was ihre Kernbotschaft ist: Warum bewerben Sie sich, und was hat der Arbeitgeber umgekehrt davon, sie einzustellen?"Charme gewinnt: "Ihre Anzeige hat mich angesprochen." Das lesen Personaler unzählige Male am Tag, damit heben sich Bewerber nicht von der Masse ab. Hesse sagt deshalb: Lieber ganz was anderes machen, auch wenn es ungewöhnlich ist. Wer ganz in der Nähe wohnt, kann zum Beispiel damit werben, dass er sicher nie im Stau steht. "Wenn das charmant rüberkommt, ist es allemal besser als eine Floskel." Im Idealfall transportiert man so gleich die Kernbotschaft, beweist also etwa seine Kreativität - oder wenigstens...

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